Digitale Fotos weiter im Vormarsch

28. Juni 2004, 10:31
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Herkömmliche Filme und Kameras immer weniger gefragt

Schneller als erwartet sinken die Verkaufszahlen für herkömmliche Foto-Filme. Laut einer Studie der US-Marktforscher Information Resources - Anbieter von scannergestützter Marktforschung - haben sich die Zahlen 2004 deutlich schneller nach unten entwickelt als ursprünglich prognostiziert. Information Resources sehen im Mai dieses Jahres einen Rückgang der Verkäufe um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Experten sehen diese Entwicklung aufgrund der schnellen technischen Weiterentwicklung. Denn: Digitalkameras werden immer günstiger. Die neuen Technologien schaffen aber keine Arbeitsplätze.

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Im Jänner hatte Kodak Verkaufszahlen für Foto-Filme und Einwegkameras veröffentlicht, worin von einem Rückgang von zehn bis zwölf Prozent ausgegangen wurde. Die neuen Daten von Information Resources würden nicht einmal die Hälfte der Industrie abdecken, wo hingegen Kodak bei Erhebungen, laut eigenen Angaben, das ganze Segment miteinbeziehen würden. Der Druck auf Kodak, Fuji Photo Film und andere Hersteller wird immer größer. Bei Kodak sanken die Verkäufe im letzten Jahr insgesamt um 20 Prozent und bei Fuji Film sogar um 40 Prozent. Die Hoffnungen liegen jetzt in der Reise- und Urlaubssaison, die kurz bevor steht und die Verkäufe wieder ankurbeln sollen.

Abbau

Kodak ist seit einiger Zeit gezwungen, weltweit Stellen abzubauen um Standorte zu sichern. Das schnellere Absinken der Verkausfzahlen führt zu immer drastischeren Maßnahmen und das auch in Österreich. Im Mai wurde bekanntgegeben, dass das Kodak-Großlabor Österreich geschlossen wird. Kodak tritt in Österreich jetzt nur mehr als reine Vertriebs- und Marketinggesellschaft für die Bereiche Digital Consumer-Professional-Imaging, Health-Imaging, Entertainment-Imaging und Commercial Printing auf. (pte)

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