Osteuropa: Es muss nicht immer ein Fonds sein

22. Februar 2005, 20:11
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Osteuropas Börsen wird weiter eine sehr gute Zukunft vorausgesagt - Neben spezialisierten Investmentfonds bietet sich eine Reihe von Alternativen an

Die Kursrückgänge in den vergangenen Wochen könnten eine gute Basis für einen Einstieg in Osteuropa geschaffen haben, glaubt Johann Kernbauer, Investmentstratege der CapitalInvest. In ihrer Performance sollten die Osteuropäer die westeuropäischen Börsen übertreffen können.

Fonds spielen beim Investment in diese Region wohl die Hauptrolle. In jüngster Zeit werden aber vermehrt flexiblere Produkte angeboten.

Garantieprodukte

Dabei sollte man aber unbedingt genauer hinsehen. Zum Beispiel bei den jüngsten Garantieprodukten: Die CapitalInvest legt einen Osteuropa-Garantiefonds (Laufzeit bis 2011) auf, mit hundert Prozent Kapitalgarantie und achtzig Prozent Höchststandsgarantie am Laufzeitende. Im Fonds enthalten sind in wechselndem Verhältnis Anleihen hoher Bonität sowie Top-Aktienwerte aus Zentral- und Osteuropa, Russland und der Türkei.

Eine andere Basis haben die Osteuropa-Garant-Schuldverschreibungen der Oberbank. Bei gleicher Laufzeit (bis 2011) und Garantie wird auf dem Osteuropa-Index der Wiener Börse, der die Länder-indizes Ungarn, Tschechien und Polen umfasst, aufgesetzt. Während der Laufzeit wird vierteljährlich der Indexstand erfasst. Der daraus errechnete Durchschnitt ist dann Basis für die Partizipation am Ende der Laufzeit. Die Raiffeisen Centrobank, in Österreich bei derivativen Produkten führend, hat gleich vier verschiedene Zertifikate, die sich auf den CECE-Index beziehen, am Markt: Zunächst ein Index-zertifikat (AT0000340500) mit unbeschränkter Laufzeit.

Sicherer

Wer es sicherer haben möchte: Das East-Winner-Garantiezertifikat (Laufzeit bis 2011), das ähnlich wie das Oberbank-Produkt aufgebaut ist, basiert auf dem CECE-Index, allerdings nur mit jährlicher Indexerfassung. Dadurch ist man zwar vor kurzfristigen Indexrückgängen am Ende der Laufzeit geschützt, aber auch die Spitzen nach oben werden damit eingeebnet. Kurzfristiger (fünf Jahre Laufzeit) und anders konstruiert ist das Osteuropa-Bonus-Zertifikat (ISIN AT0000478185). Ausgegangen wird vom Index-Basiswert 1052,96. Ausbezahlt wird am Ende der Laufzeit der Index-Stand, maximal jedoch 190 Prozent des Basiswertes. Liegt der Index während der gesamten Laufzeit nie unter siebzig Prozent des Basiswertes, beträgt die Mindestrückzahlung 120 Prozent des Startwertes.

Bei einem weiteren Bonuszertifikat (ISIN AT000478649) mit Laufzeit bis Ende 2010 ist der Index-Basiswert mit 1127,75 etwas höher, damit auch die Barriere, die maximale Rückzahlung beträgt aber 225 Prozent.

Wer in Russland besondere Chancen sieht, dem bietet sich neben unbegrenzt laufenden Indexzertifikaten das RDX-Bonuszertifikat (AT0000478177) der RCB an. (Nikolaus Dolenz, Der Standard, Printausgabe, 14.06.2004)

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