Über 3.800 Jahre alte Mumien in Chile entdeckt

19. Juni 2004, 13:58
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Nicht künstlich mumifiziert - Volk der Chinchorros lebte vor über 8.000 Jahren

Santiago de Chile - Archäologen haben in Chile sieben mehr als 3.800 Jahre alte Mumien entdeckt. Die Toten vom Volk der Chinchorro seien in der Stadt Arica nahe der Grenze zu Peru gefunden worden, sagte die Leiterin der Untersuchung, Vivian Standen vom archäologischen Museum der Universität Tarapaca, am Freitag. Die Leichen, unter ihnen zwei Kinder, seien nicht künstlich mumifiziert worden. Die Begräbnisstätte sei für die Chinchorros, die vor mehr als 8000 Jahren lebten, vermutlich wegen des einmaligen Blicks auf den Pazifik und das Azapa-Tal ein heiliger Ort gewesen.

Vor fast zwei Jahrzehnten war dort bereits eine Gruppe noch älterer Mumien gefunden worden. Diese über acht Jahrtausende alten Körper sind nach Erkenntnissen der Archäologen die ältesten der Welt. Sie wurden künstlich mumifiziert, indem den Toten die Haut abgezogen und an der Sonne getrocknet wurde. Die Chinchorros lebten an der Küste am Rande der Atacama-Wüste zwischen Ilo in Peru und Antofagasta im Norden Chiles und waren sehr gute Fischer. (APA)

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