Rasputins Penis in St. Petersburg ausgestellt

19. Juni 2004, 13:58
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Museum soll unter anderem auch den Patienten bei der Überwindung ihrer Impotenz helfen

St. Petersburg - Das neu eröffnete Erotik-Museum in St. Petersburg wartet mit einer besonderen Attraktion auf: Die dort ausgestellte Phallus-Kollektion aus Keramik enthält auch den Penis von Grigori Rasputin, dem berühmten russischen Mönch, der im Dezember 1916 in der einstigen Zarenstadt ermordet wurde. Nach der Beschreibung, die an dem Objekt angebracht ist, maß Rasputins bestes Stück 28,5 Zentimeter.

Die Einrichtung ist das erste Erotik-Museum in Russland und in einer Klinik für Urologie untergebracht. Die Phallus-Objekte und schlüpfrigen Bilder sollten natürlich "die Neugier der Besucher befriedigen", aber vor allem den Patienten bei der Überwindung ihrer Impotenz helfen, sagt der Klinikdirektor und Besitzer der Sammlung, Igor Kniaskin.

Befreiung von Ängsten

Die Atmosphäre des Museums mache die Patienten "optimistischer und entspannter", ist sich der 37-jährige Urologe und Sexualtherapeut sicher. "Das Ziel eines Arztes ist, seinen Patienten von dessen Ängsten zu befreien", sagt Kniaskin. "Die Männer, die zu uns kommen, fühlen sich auf Grund ihrer Beschwerden schlecht, und unsere lockere und fröhliche Art beruhigt sie." Ungezwungen ist auch das Auftreten der jungen, hübschen Assistentinnen, die mit kurzen weißen Blusen und Stöckelschuhen über die Gänge der Klinik laufen.

Von französischem Antiquar erworben

Lediglich ein Teil der 12.000 erotischen Stücke aus dem Besitz des Arztes werden in der Klinik ausgestellt. "Die wertvollsten Objekte behalte ich zu Hause", sagt Kniaskin. Trotz der Vielzahl von Ausstellungsstücken erregt der Penis des mysteriösen Mönchs und Wunderheilers Rasputin die größte Aufmerksamkeit. "Ich habe ihn für 8.000 Dollar (6.663 Euro) von einem französischen Antiquar abgekauft, zusammen mit Archiven, die handgeschriebene Briefe von Rasputin enthalten", sagt der Sammler.

Der Besucher Wassili Petrovitsch, der nach eigenen Angaben "nur aus Neugier" in dem Museum vorbeischaut, bleibt vor der hell erleuchteten Vitrine stehen und liest: "Penis von Rasputin, ermordet in St. Petersburg in der Nacht vom 16. zum 17. Dezember 1916. 28,5 Zentimeter." Ob es stimme, dass das Betrachten eines männlichen Geschlechtsteils beim Kampf gegen Impotenz hilft, fragt Petrovitsch den Arzt. "Ohne Zweifel", antwortet Kniaskin. (APA/AFP)

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    Das historische Stück misst laut Beschreibung 28,5 Zentimeter.

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