Deutsche Verleger gehen mit Beschwerde gegen Post nach Brüssel

1. Juli 2004, 23:31
posten

Verteilung von Haushaltswerbung in Verbindung mit einem TV-Programm

Die deutschen Verleger wollen sich mit ihrer Beschwerde gegen die Deutsche Post wegen der Verteilung von Haushaltswerbung in Verbindung mit einem TV-Programm an die EU-Kommission in Brüssel wenden. Das kündigten der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) am Freitag in Berlin an.

Sie reagierten damit auf eine Erklärung des Bundeskartellamts in Bonn, der Beschwerde nicht nachzugehen. Das Kartellamt war nach einer Vorprüfung zu dem Schluss gekommen, dass es keinen Wettbewerbsverstoß der Post zu Lasten von Zeitungen und Anzeigenblättern gebe. Daher gebe es auch keinen Anlass zur Eröffnung eines formellen Prüfverfahrens.

Mit der Zustellung von Werbeprospekten und einem kostenlosen TV-Programm will die Deutsche Post mit ihrem Projekt "Einkauf aktuell" im Geschäft von Zeitungen und Zeitschriften mitmischen. Die Verlegerverbände argumentierten, die Post biete die Zustellung zu Preisen an, die bei weitem nicht Kosten deckend seien. Durch die Subventionierung werde das Beilagengeschäft der Verlage gefährdet. (APA/dpa)

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