Französische Printmedien 2003 mit Verkaufsrückgängen

1. Juli 2004, 23:31
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Tageszeitungen am meisten betroffen

Die Verkaufszahlen der französischen Printmedien waren im Vorjahr nach Angaben der Medienberatungsfirma Carat Expert rückläufig. Der Gesamtumsatz der bezahlten Presse sank im Jahresvergleich um 1,2 Prozent auf 4,75 Milliarden Euro. Nach Angaben des Firmendirektors Luciano Bosio hat sich damit die 2001 begonnene Krise im Printmediensektor fortgesetzt. Dennoch sei im Vorjahr ein größerer Umsatz als 1998 (4,72 Milliarden Euro) verzeichnet worden.

Der Umsatz mit der Tagespresse hat 2003 um 1,9 Prozent abgenommen. In der Zeitspanne zwischen 1998 und 2003 betrug die Abnahme 6,8 Prozent. Die Magazinpresse erfuhr im Vorjahr einen Rückgang von 0,4 Prozent, nahm in den letzten fünf Jahren allerdings um 8,2 Prozent zu.

Magazine hielten sich gut

An jedem Wochentag werden in Frankreich durchschnittlich 7,3 Millionen Tageszeitungen verkauft. Davon entfallen 1,8 Millionen Exemplare auf die nationale Tagespresse und 5,5 Millionen Exemplare auf die regionale und lokale Tagespresse. Was die Magazine anlangt, so wurden im Vorjahr laut Studie insgesamt 2,1 Mrd. Exemplare verkauft. Davon waren 354,4 Millionen Exemplare TV-Beilagen und 215,7 Millionen Beilagen für Frauen.

Sonntagszeitungen im Aufschwung

Die 36 französischen Sonntagszeitungen verkauften sich durchschnittlich 4,4 Millionen mal, was einem Anstieg von 15,3 Prozent in Bezug auf 1998 entspricht. Die Gratiszeitungen wurden in 228,1 Millionen Exemplaren verteilt, so die Studie. (APA)

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