"Hardliner" bei Unisex-Tarifen

8. Juli 2004, 13:43
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FSG-Frauen: Insbesondere die FPÖ blockiere die Gleichstellungspolitik in der EU

Wien - "Frauen und Familien brauchen eine kritische Stimme in Europa, doch die finden sie sicher nicht bei der FPÖ", stellt FSG-Frauenvorsitzende Erika Nussgraber-Schnabl zur heutigen Pressekonferenz der FPÖ-Frauen klar. Minister Haupt habe erst Anfang Juni beim Treffen der EU-SozialministerInnen gegen die Einführung von Unisex-Tarifen gestimmt.

"Die schwarz-blaue Regierung gehört zu der Gruppe der 'Hardliner' innerhalb der EU, die nichts von der Gleichbehandlung von Frauen und Männern bei privaten Versicherungsprodukten wissen will", sagte Nussgraber-Schnabl. Sechs der 25 EU-Mitgliedsländer haben sich bei der Tagung der Sozialminister Anfang Juni gegen die Abschaffung geschlechtsspezifisch unterschiedlicher Prämien bei privaten Versicherungen ausgesprochen - Österreich gehört dazu.

Benachteiligung

"Anders als etwa Schweden, das für die Gleichbehandlung der Frauen und damit für Unisex-Tarife ist, vertritt unsere Regierung wieder einmal ausschließlich die Interessen der Versicherungs-Lobby", sagte Nussgraber-Schnabl. Das bedeutet unter anderem, dass Frauen weiterhin für eine private Krankenversicherung um bis zu 50 Prozent höhere Prämien zahlen. Denn Geburt und Schwangerschaft gelten als Risiko und die Kosten dafür werden allein den Frauen angelastet. (red)

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    Der österreichischen Regierung seien die Interessen der Versicherungslobby wichtiger als die Gleichbehandlung, meint Nussgraber-Schnabl.
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