Experten befürchten Spam-SMS-Welle

28. Juni 2004, 10:58
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In drei Jahren 22 Milliarden Junk-E-Mails weltweit

Laut Openwave Systems stellt Messaging-Abuse eine wachsende Gefahr für die Fest- und Mobilnetz-Kommunikationsbranche dar. Deshalb hat der Anbieter von Softwareprodukten und Dienstleistungen in der Kommunikationsindustrie Antispam-Experten und Branchenführer in einer Anti-Abuse-Konferenz in London an einen Tisch gebracht. Gemeinsam wollen die Experten Pläne und Technologie-Architekturen gegen Viren- und Spam-Attacken via Festnetz- und Mobile-Geräte verabschieden.

Höhere Spam-Quote

"Das Mobilfunknetz wird zunehmend als Vertriebs- und Marketing-Kanal genutzt. Die Folge davon ist, dass wir im SMS-Bereich eine immer höhere Spam-Quote verzeichnen, die möglicherweise auch auf andere Mobil-Messaging-Bereiche wie MMS und mobile E-Mail übergreifen wird", erklärte IDC-Analyst Paolo Pescatore. "Wenn man sich die Verbreitung von Mobilgeräten und die Zunahme von Spam-Mails ansieht, kann man davon ausgehen, dass sich hier die Schleusen für Mobilbenutzer in sehr naher Zukunft öffnen werden", kommentierte Steve Linford, Direktor von Spamhaus.

Spam-E-Mails

IDC prognostiziert, dass die Zahl von Spam-E-Mails, die täglich versendet werden, in den nächsten drei Jahren von 16,69 auf über 22 Mrd. ansteigen wird. Ebenso werden Umfang und Häufigkeit von Spam Attacken zunehmen. Die Zahl der Spam-Messages reicht mittlerweile an die von regulären E-Mails heran. 2003 verzeichnete die ICSTIS (Independent Committee for the Supervision of Standards of Telephone Information Services) einen Anstieg bei den SMS-Spam-Beschwerden von 833 Prozent. (pte)

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    bild: pte
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