Erste Österreich-Filmwoche in Paris

15. Juni 2004, 13:45
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Eröffnung mit Ruth Maders "Struggle" - mit dabei auch Arbeiten von Nina Kusturica und Barbara Albert

Paris - Ruth Maders vielfach ausgezeichneter Streifen "Struggle" eröffnet am Mittwoch offiziell die österreichische Filmwoche in Paris, die heuer zum ersten Mal stattfindet. Die Regisseurin wird ihren Film als Vorpremiere (Kinostart im Herbst) im Beisein von Michael Haneke präsentieren, der die Patenschaft über die Filmwoche übernommen hat. Dies teilte das österreichische Kulturforum in Paris in einer Aussendung mit.

Weiters werden Filme von Nina Kusturica ("Auswege") und Barbara Albert ("Böse Zellen", "Nordrand") gezeigt. Das Kulturforum, Organisator der Filmwoche, konzentrierte sich bei der im renommierten "Cinema des cineastes" stattfindenden Filmschau ausschließlich auf bisher nicht in Frankreich angelaufene Werke.

Ein Filmland macht auf sich aufmerksam

"Es war für uns wichtig, im Filmland Frankreich darauf hinzuweisen, dass Österreich trotz einer geringen Anzahl jährlich produzierter Filme dank einer hervorragenden Generation junger Filmregisseure bei internationalen Filmfestivals und auch zuletzt in Cannes überproportional präsent ist", betonte Kulturforum-Direktor Stephan Vavrik und fügte hinzu: "Der europäische Kunstfilm braucht eine institutionelle Unterstützung, nicht um sich gegen Hollywood, sondern zuallererst im EU-Nachbarland durchzusetzen."

"Die Zeit ist reif, für den in Frankreich unbekannten österreichischen Film eine dauerhafte Institution zu schaffen, um seine Identität im sich vergrößernden Europa zu verstärken", sagten die Kuratoren der Filmwoche, Charlotte Ducos und Werner Schinkinger.

Weiters gezeigt

Das Programm der Filmwoche beinhaltet weiters die Spielfilme "Blue Moon" von Andrea Dusl, "Der Überfall" von Florian Flicker, "Donau" von Goran Rebic, "Twinni" von Ulrike Schweiger, die Dokumentationen "Models" von Ulrich Seidl, "Elsewhere" von Nikolaus Geyrhalter sowie "Im toten Winkel" von Andre Heller und Othmar Schmiderer. Ein Avantgarde- sowie Kurzfilmprogramm ergänzen die österreichische Filmschau. Optisch steht das Festival im Zeichen von Nicolas Mahler, der die Plakatgestaltung übernommen hat und dessen sechs "Flaschko"-Zeichentrickfilme als Vorfilme durch das Programm führen. (APA)

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