One-Stop-Shop für Eltern und Familienarbeit gefordert

22. Juli 2004, 11:24
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Kummer-Institut: Vernetzungsstelle auf Bundesebene würde Know-How bündeln

Wien - Projekte die helfen, Familie und Beruf besser zu vereinbaren, werden von Eltern immer mehr angenommen - Voraussetzung ist allerdings, dass die Betroffenen von solchen Projekten auch wissen. Deshalb fordert das Kummer-Institut (V) die Regierung auf, eine Vernetzungsstelle (One-Stop-Shop) zu schaffen. Gleichzeitig ist im Rahmen eines Hintergrundgespräches auf das bereits bestehende breite Netz von Projekten in mehreren Bundesländern hingewiesen worden.

Vereinbarkeit als gemeisame Herausforderung

Irene Kernthaler-Moser vom Seminarprogramm "Kinderkram und Elternwirtschaft" am Karl Kummer-Institut sieht die Thematik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf als "gemeinsame Herausforderung für Wirtschafts-, Bildungs-, Frauen- und Familienpolitik". Patentrezept gebe es keines. Aber eine Vernetzungsstelle auf Bundesebene solle sicherstellen, dass das derzeit in zahlreichen Partnerschaften und anderen geförderten Initiativen aufgebaute Know-how und die Erfahrungen mit Projekten zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter genutzt und den Zielgruppen zugänglich gemacht werden könne.

"Die Vereinbarkeit vom Familie und Beruf ist das Schlüssel-Querschnittsthema für Wirtschafts-, Bildungs-, Frauen- und Familienpolitik. Es ist wichtig, die Vielfalt der vorhandenen Angebotspalette, die von Coachings, über Seminare, Mentoringprogramme bis hin zur Unterstützung von Arbeitgeberinnenaktivität reicht, zu erhalten. Es sind individuelle Lösungen gefragt, wie sie unsere Initiativen entwickelt haben und erfolgreich in die Praxis umsetzen", so Kernthaler-Moser.

Probleme der Vereinbarkeit

Die Familien-Expertin listet einige Probleme im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf: etwa die vergleichsweise schwere Erreichbarkeit der Zielgruppe von Müttern und Vätern mit Kindern zwischen 0 und 6 Jahren; ein mangelhaft ausgeprägtes Bewusstsein um die gesellschaftliche Verantwortung zur Lösung von Vereinbarkeitsproblemen; die mangelnde Akzeptanz familienfreundlicher Maßnahmen als betriebswirtschaftlich sinnvolle Investitionen auf Seite der Unternehmen. (APA)

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