Rudi Völler fürchtet nicht um seinen Job

15. Juni 2004, 18:22
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DFB-Teamchef vor EM-Anpfiff: "Ich bin völlig unabhängig" - Hitzfeld rief Völler an

Hamburg - Rudi Völler geht ohne Sorge um seine persönliche Zukunft in sein zweites großes Turnier als deutscher Fußball-Teamchef. "Ich bin völlig unabhängig in diesem Geschäft. Deshalb sehe ich das auch völlig gelassen", erklärte der 44-Jährige in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) über ein vorzeitiges Ende seiner Amtszeit bei einem eventuellen Gruppen-Aus befragt. "Mein Ziel ist die WM 2006", betonte Völler.

Am Sonntag bei der EM-Generalprobe des Vize-Weltmeisters gegen Ungarn mit Lothar Matthäus sitzt Völler zum 50. Mal auf der DFB-Trainer-Bank. Auf die Frage, ob die EM in Portugal nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zum Höhepunkt 2006 im eigenen Land sei, antwortete der Ex-Internationale: "Wir müssen eine gute EM spielen, um auch für die nächsten beiden Jahre einen gewissen Optimismus in der Bevölkerung zu haben, dass wir eine gute WM in Deutschland spielen können."

Hitzfeld dementiert Ambitionen

Inzwischen beteuerte der vom FC Bayern München vorzeitig verabschiedete Ottmar Hitzfeld, keine Ambitionen auf Völlers Posten zu haben. "Ich habe Rudi schon angerufen, sagte ihm, dass sämtliche Gerüchte, wonach ich scharf sei auf seinen Job, absoluter Quatsch sind", erklärte der Trainer in einem Interview mit der Zeitschrift "Bunte". Zuletzt waren immer wieder Spekulationen aufgekommen, Hitzfeld könnte im Falle eines EM-Scheiters das Amt des Teamchefs anstreben.

Der erfolgreichste deutsche Vereinstrainer plant vielmehr nun eine einjährige Pause vom Fußball. Er fühle sich ziemlich ausgelaugt. Er wolle als "freier Mann die lockeren Seiten des Lebens genießen". Er habe zwar interessante Angebote vorliegen, "aber die müssen jetzt warten", so Hitzfeld, der nach sechsjähriger Ehe mit dem FC Bayern unfreiwillig Felix Magath vom VfB Stuttgart Platz machen musste. (APA/dpa)

  • Rudi bleibt locker.

    Rudi bleibt locker.

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