Götzenhäuser und Lebensstrategien

7. Juni 2004, 14:38
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Projekt an der Oder lud 21 Künstler aus Ländern an der einstigen Ost-West-Grenze ein, um zu zeigen, was ihm Leben Halt gibt

Frankfurt/Oder - Ein internationales Kunstprojekt startet am Samstag (5.6.) in Frankfurt (Oder) und dem angrenzenden polnischen Slubice. Bis 11. Oktober setzen sich 21 Künstler aus sieben Ländern an der einstigen Grenze zwischen Ost und West mit Fragen zu Lebensstrategien auseinander. Das Kunstprojekt trägt den Titel "Goetzen - Ich und die Anderen" und will das Bewusstsein öffnen für andere Lebensentwürfe und Daseinsformen.

"GoetzenHäuser"

Die Künstler schaffen Installationen, Malereien und Skulpturen zum Thema. Workshops und Performances stehen im Programm. Am Flussufer werden 13 so genannte "GoetzenHäuser" aufgebaut, die von Künstlern individuell eingerichtet werden. In den für Besucher offenen Häusern werden Künstler zeigen, was ihnen im Leben Halt gibt. In einer Kunstwerkstatt in der Friedenskirche untersuchen Teilnehmer Wechselwirkungen zwischen Realität und Bildern. Ein aus 61 lebensgroßen Figuren bestehender Flüchtlingszug wird im Mittelschiff aufgebaut.

Visionen europäischer Politiker

Am Frankfurter Europaplatz wird eine Skulptur verdeutlichen, von welchen Visionen europäische Politiker getragen werden. Verarbeitet werden auch Ergebnisse einer Befragung von weltweit mehr als 200 Menschen. Die Antworten sollen sich als meterlanges Spruchband in deutscher Sprache durch die Europa-Universität Viadrina ziehen. Im benachbarten Collegium Polonicum in Slubice wird eine polnische Übersetzung aufgehängt. (APA/dpa)

  • GoetzenHaus in der Karl-Marx-Straße in Frankfurt (Oder)
    foto: kunstprojekt-goetzen.de

    GoetzenHaus in der Karl-Marx-Straße in Frankfurt (Oder)

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