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Die Zeitzonen der Welt orientieren sich grob an den geographischen Längengraden ... grob, weil politische Faktoren intervenieren. In Europa haben lediglich Portugal und die nordwestlichen Inselstaaten westeuropäische Zeit, dann folgt der relativ große Block an Staaten mit mitteleuropäischer Zeit (bis inklusive Polen und den Nachfolgestaaten Jugoslawiens), dann der deutlich dünnere Streifen osteuropäischer Zeit (unter anderem mit den ehemaligen sowjetischen Teilrepubliken vom Baltikum bis "hinunter" nach Moldawien sowie den restlichen Balkanländern), dann Russland. Was so nebenbei den paradoxen Effekt hat, dass in der russischen Exklave Kaliningrad die Uhren denen des östlichen Nachbarn Litauen eine Stunde vor gehen.
Aber wie sieht es an den Polen aus? Hier überschneiden sich alle Längengrade, und nationale Zuordnung gibt es auch keine. Natürlich: wenn Sie sich nur einen Schritt (bzw. im Norden könnte es eventuell auch ein Schwimmzug sein) in irgendeine x-beliebige Richtung bewegen, wird es einfacher.
Aber angenommen, Sie wollen direkt am Pol einen Würstelstand aufstellen: Wie halten Sie's mit den Ladenschlusszeiten ... ;-)
(red)
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Teil 2 der abstrakten Diskussion von vergangener Woche - diesmal sind konkrete Beispiele gefragt
Wir befinden uns an einem der simpelst beschreibbaren Erdpunkte. Die Längengrade treffen sich an der Erdachse. Nur Sonne und Kompass lassen uns im Stich
Stell zwei Spiegel auf die sich parallel gegenüberstehen, und lass Licht hin und herreflektieren. das Licht übt beim reflektieren einen Druck auf den Spiegel aus, da Photonen eine Masse besitzen. Da das Licht aber immer eine konstante Geschwindigkeit hat, wird es dadurch nicht abgebremst übt auf den 2. Spiegel die gleiche Kraft aus, dann wieder auf den 1., und so weiter.
Wo liegt denn hier der Haken? ich find keinen...
...daß sich der Druck der Lichtphotonen in Ihren Beispiel gegenseitig aufhebt, da ja die Photonen, um im Rahmen des Spiegels bleiben zu können, exakt oppositionell fliegen müssen. Sie kollidieren also mit den jeweils oppositionellen Photonen, und der Lichtstrahl erlöscht.
folgende Lösung: Man definiert für den Pol die Stunde jener Zeitzone, in die der Schatten eines Stabes, über dem Pol aufgestellt, fällt; wobei der Meridian Beringstrasse, also die Datumsgrenze, als Stunde null (Mitternacht) festgelegt ist, dann die Zeitzone wie standartisiert mit aufsteigender Stundenzahl in westlicher Richtung folgen.
Wenn ich mich genau über dem Nordpol breitbeinig stelle, dann steht das eine Bein neun Uhr morgens auf und das andere schläft neun Uhr abends ein. Natürlich können sich der Nordpol und der Südpol die Stunden aussuchen. Polartag und Polarnacht darf man nicht einfach zum Tag der Pole machen, da jene Effekte aus dem Jahr, der Bewegung der Erde um die Sonne und nicht der täglichen Drehung der Erde um sich sebst, resultieren. Die Zeritzonen sind zwar definiert, aber nach einem wirklichen natürlichen Phänomen: Der Sonnenuntergang wandert am Äquator aller 27 Kilometer um eine Minute, aller 1660 km um eine Stunde. Am Pol gar nicht mehr.
Stellt man einen Stab auf dem Pol auf, so wirft die Sonne seinen Schatten in die Richtung Mitternacht...
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