Ein kurzer Blick in die Vorrunde

4. Juli 2004, 18:43
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Welchen Teams werden die besten Chancen auf den Einzug in die K.O.-Phase eingeräumt?

Lissabon - Gastgeber Portugal und Nachbarland Spanien gelten in Gruppe A der EURO 2004 als Favoriten auf den Aufstieg ins Viertelfinale, Russland und das in der Qualifikation sehr starke Griechenland sind jedoch nicht zu unterschätzen. Am ersten Tag der Europameisterschaft treffen die Portugiesen in Porto auf die von Otto Rehhagel betreuten Griechen, ebenfalls am 12. Juni bekommen es die Spanier in Faro mit den Russen zu tun.

Nach dem zweiten Spieltag am 16. Juni und den Partien Griechenland-Spanien (in Porto) sowie Portugal-Russland (Lissabon) wird man wohl mehr wissen. Zum Abschluss folgt am 20. Juni in Lissabon das mit Spannung erwartete iberische Derby zwischen den Portugiesen und den Spaniern gleichzeitig stehen sich Russland und Griechenland in Faro gegenüber.

In Gruppe B sind die Rollen klar verteilt. Titelverteidiger Frankreich und Österreichs WM-Qualifikationsgegner England gelten als die großen Favoriten auf die ersten Plätze und damit auf den Aufstieg ins Viertelfinale, der Schweiz und Kroatien werden lediglich Außenseiter-Chancen eingeräumt. Gleich in der ersten Gruppenpartie am 13. Juni treffen die beiden Underdogs aufeinander, der Verlierer dieses Spiels kann wohl schon mit dem Kofferpacken beginnen.

Am gleichen Tag steigt mit dem Duell Frankreich - England ein Match, das neben Niederlande - Deutschland und Spanien - Portugal zu den absoluten Schlagerspielen in der EM-Gruppenphase zählt.

Auf den ersten Blick könnte man die Gruppe C als die nominell schwächste bezeichnen. Das Quartett Italien, Bulgarien, Dänemark und Schweden hat es jedoch beim zweiten Hinsehen in sich - die Gruppe ist die einzige, in der vier Gruppensieger der Qualifikation aufeinander prallen.

Dementsprechend vorsichtig geht auch das italienische Starensemble von Teamchef Giovanni Trapattoni in die "Pflichtaufgabe". Die Eröffnungspartien der Gruppe am 14. Juni Dänemark - Italien, ein Duell zweier Ex-Europameister, sowie Schweden - Bulgarien können bereits als richtungweisend bezeichnet werden.

Die Konstellation in Gruppe D sorgt wohl für die größte Spannung in der Vorrunde. Mit den Niederlanden, Tschechien und Deutschland kämpfen gleich drei große Kaliber um die zwei Aufstiegsplätze, da dürfte für die Überraschungsmannschaft Lettland angesichts dieser übermächtigen Konkurrenz das erste EM-Abenteuer schon nach der Gruppenphase wieder vorbei sein.

Dieses Schicksal droht freilich auch dem dreifachen Europameister Deutschland, der in seinen letzten Länderspiel-Auftritten (so beim 1:5 in Rumänien Ende April) alles andere als zu überzeugen vermochte.(APA)

  • Das tschechische Team bereitete sich in Österreich auf die EM vor.

    Das tschechische Team bereitete sich in Österreich auf die EM vor.

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