Wieder mehr Frauen berufstätig

8. Juli 2004, 21:02
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Deutschland: Zuwachs an Beschäftigten vorallem in der Dienstleitungsbranche

Wiesbaden - In Deutschland sind erstmals seit eineinhalb Jahren wieder mehr Frauen berufstätig - vor allem in der Dienstleistungsbranche. Die Zahl der weiblichen Beschäftigten stieg im ersten Quartal 2004 um 0,2 Prozent auf 17,8 Mio., berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag. Damit haben Frauen einen Anteil von 47,1 Prozent an den 37,7 Mio. Erwerbstätigen. Bei den Männern ging die Beschäftigung im Vorjahresvergleich um 0,9 Prozent zurück.

Klassische Frauendomäne

Die positive Entwicklung bei den Frauen beruht allein auf dem Dienstleistungssektor, der eine klassische Frauendomäne ist und innerhalb eines Jahres als einziger Wirtschaftszweig Arbeitsplätze geschaffen hat. 84 von 100 erwerbstätigen Frauen arbeiten im Handel, im Gastgewerbe oder im Gesundheitsbereich. Bei den Männern sind es nur 60 von 100. Sie sind dafür stärker in der Industrie und am Bau beschäftigt, so dass sie der Abbau von Arbeitsplätzen in diesen Bereichen stärker trifft.

Selbstständigkeit

Frauen wagen zunehmend den Sprung in die Selbstständigkeit. Im Vergleich zum Vorjahresquartal nahm die Zahl der Existenzgründerinnen um rund zwei Prozent zu. Die Selbstständigenquote bei Frauen liegt mit knapp acht Prozent dennoch deutlich unter von Männern mit rund 14 Prozent. Von den 4,2 Mio. Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen sind daher auch nur ein Drittel Frauen. (APA/dpa)

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