Tschechien

10. Juni 2004, 20:37
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Das Gefühl des Herrn Brückner
Tschechien bewirbt sich für eine Hauptrolle ...

Prag - "Diese Mannschaft kann ins Endspiel kommen", ist Stürmer Jan Koller überzeugt und nennt als einen Hauptgrund für den derzeitigen Höhenflug des tschechischen Fußballs die Verpflichtung von Coach Karel Brückner. Seit der Nachfolger von Jozef Chovanec im Jänner 2002 sein Amt antrat, blieb Tschechien in den folgenden 20 Länderspielen ungeschlagen und verbuchte beim Spaziergang durch die EM-Qualifikation mit 22 von 24 möglichen Punkten (davon sechs gegen Österreich) das zweitbeste Ergebnis aller Teams hinter Frankreich.

"Brückners Arbeit trägt nicht nur erste Früchte, sondern hat das gesamte Niveau der Mannschaft gehoben", meinte Verbandschef Jan Obst. Der 64-jährige Teamchef hat bei den Legionären wieder die Lust auf die Auswahl geweckt. Das gute Betriebsklima äußert sich durch das stetig steigende Selbstbewusstsein seiner Profis. Prunkstück ist zweifellos das Mittelfeld mit und um Pavel Nedved (31) von Juventus Turin. "Es ist ein Erlebnis, in dieser Mannschaft zu stehen. Wir harmonieren perfekt, jeder nimmt mit großer Freude sein Rolle ein."

Taktische Flexibilität ist Brückner besonders wichtig. "Fest steht nur, dass wir in der Abwehr mit einer Viererkette spielen und in der Spitze mit Koller. Alles andere hängt vom Geschehen auf dem Rasen ab, ich setze auf die Kreativität meiner Leute." Das Gefühl spiele für ihn, Brückner, eine wesentliche Rolle. "Ich hoffe, wir täuschen uns nicht. Aber wir sind für eine Hauptrolle bereit." (DER STANDARD, Printausgabe, Freitag, 11. Juni 2004, hac, sid)

TSCHECHIEN:

Vorrunden-Gegner: Lettland (15. Juni, 18:00 Uhr, Aveiro), Niederlande (19. Juni, 20:45 Uhr, Aveiro), Deutschland (23. Juni, 20:45 Uhr, Lissabon/Alvalade)

Teamchef: Karel Brückner

Stars: Pavel Nedved, Jan Koller, Tomas Rosicky, Milan Baros, Vladimir Smicer, Karel Poborsky

Größte Erfolge: Europameister 1976 (als CSSR), Vize-Europameister 1996, EM-Dritter 1980 (als CSSR), Vize-Weltmeister 1934 und 1962 (jeweils als CSSR)

Qualifikation: Sieger der Gruppe 3

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Tschechischer Verband

Kader

Torhüter
Petr Cech (Rennes), Jaromir Blazek (Sparta Prag), Antonin Kinsky (Ramenskoje)

Verteidigung
Rene Bolf (Banik Ostrau), Zdenek Grygera (Ajax Amsterdam), Tomas Hübschman (Sparta Prag), Marek Jankulovski (Udinese), Martin Jiranek (Reggina), Pavel Mares (St. Petersburg), David Rozehnal (Brügge), Tomas Ujfalusi (Hamburg)

Mittelfeld
Tomas Galasek (Ajax Amsterdam), Pavel Nedved (Juventus), Jaroslav Plasil (Monaco), Karel Poborsky (Sparta Prag), Tomas Rosicky (Borussia Dortmund), Vladimir Smicer (Liverpool), Roman Tyce (1860 München), Stepan Vachousek (Olympique Marseille)

Angriff
Milan Baros (Liverpool), Marek Heinz (Banik Ostrau), Jan Koller (Borussia Dortmund), Vratislav Lokvenc (Kaiserslautern), Miroslav Matusovic (Banik Ostrau)

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