Die Planung für den Longhorn-Nachfolger läuft

7. Juni 2004, 17:20
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"Blackcomb" soll Verwaltung und Administration komplexer IT-Umgebungen vereinfachen - Wer ist Microsofts größter Gegner?

Schon seit geraumer Zeit beschäftigt den Softwarekonzern Microsoft die Entwicklung seines kommenden Windows-Betriebssystems "Longhorn". Aber nicht nur das Betriebssystem "Longhorn" hat für Microsoft eine große Bedeutung, auch der kommende Longhorn-Server, der frühestens 2007 erscheinen soll, wird als Meilenstein gesehen und von Analysten als wichtigstes Microsoft-Produkt der kommenden Jahre erwartet.

Der Nachfolger bereits in Planung

In einem Interview verriet Bob Muglia, Verantwortlicher für die Entwicklung des Longhorn-Servers bei Microsoft, einige Neuigkeiten zum Longorn-Server, über Win-FS und gab auch schon einen Ausblick auf den Longhorn-Nachfolger Blackcomb. Natürlich war auch Linux ein Thema. "In der Tat wird denken auch schon langsam über Blackcomb nach. Ich habe mich schon mit verschiedenen Teams getroffen und darüber diskutiert", so Muglia im Interview. Das große Thema bei Blackcomb wird die so genannte "Dynamic Systems Initiative" sein. Diese soll die Verwaltung und Administration komplexer IT-Umgebungen vereinfachen.

Leistungsfähig

Da sich der Start der Longhorn-Produkte nun schon einige Male verschoben hat und immer wieder Gerüchte um eingeschränkte Funktionalitäten auftreten, kann derzeit niemand sagen welche Funktionen und Features im kommenden Windows wirklich enthalten sein werden. Das groß angekündigte neue Dateisystem-Update Win-FS wurde von Muglia zwar für Longhorn bestätigt, aber es wird im Longhorn-Server nur eingeschränkt nutzbar sein. Ein Update für Longhorn, das schon einige Zeit vor Blackcomb erscheinen soll, wird allerdings weitere Funktionalitäten von Win-FS nutzbar machen.

Die großen Konkurrenten

Für Muglia stellt Linux an sich keine Konkurrenz dar - eher die damit realisierten Lösungen. Der größte Konkurrent in seinen Augen ist derzeit IBM - vor drei Jahren erklärte Bill Gates Sun Microsystems zum Hauptgegenspieler. Großes Potential sieht Muglia auch in den kommenden 64-Bit-Systemen. Diese werden sich seiner Meinung nach sehr bald am Markt etablieren und von den Kunden, die Anwendungen mit hohem Speicherbedarf nutzen, sehr schnell angenommen werden.(red)

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    Der Blackcomb im kanadischen Skigebiet Whistler-Blackcomb diente dem Longhorn-Nachfolger als Namensgeber.

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