
"Eyes in the skies - democracy in the streets"
noch bis Do., 27. Mai
täglich zwischen 13 und 21 Uhr
am Karlsplatz, Wien, Nähe Otto-Wagner-Pavillon

Rätselhaftes Konsortium...
Rätsel rufen den Neugierigen auf sie zu lösen. Und Neugierde zu wecken ist im Sinne von Erfindern und Erbauern des Containers: Die Netzkulturinitiative Public Netbase nahm gemeinsam mit dem slowenischen Künstler Marko Peljhan die Identität eines Konsortiums mit dem ebenso kryptischen wie schwierig zu merkenden Namen System-77 CCR (Civil Counter Reconnaissance) an. Unter diesem Pseudonym wollen sie auf spielerische und symbolische Weise auf Methoden der staatlichen Überwachung aufmerksam machen.
...inszeniert....
Das Gedankenspiel, das hier beginnt und unter dem Motto "Eyes in the skies - democracy in the streets" steht, endet bei der Strategie der Gegenüberwachung: Die Exekutive schaut und lauscht, und die Beobachteten schauen und lauschen zurück. Ist es eigentlich legitim, wenn sich Zivilpersonen die gleichen Überwachungstechnologien aneignen, die zum staatlichen "Voyeurismus" - unter anderem bei den Anti-Regierungsdemonstrationen 2000 - verwendet werden, lautete auch eine Anfrage an die Europäische Kommission.
Am Errichtungsabend der "ersten einsatzfähigen taktischen Kommandozentrale" im Sinne "des öffentlichen Nachrichten- und Aufklärungsdienstes" führte das Konsortium einer Runde Neugieriger vor, welche Daten aus der Funkwolke einzufangen sind. Ein von Peljhan und seinem Team gemixter Soundteppich - unter anderem aus Taxi- und Polizeifunk sowie Daten der Flugkontrolle vom Schwechater Tower stellte ungeschulte Ohren vor die Frage: Inszeniert oder real? Das Mitgehörte erschien manchmal zu absurd, um der Wirklichkeit zu entsprechen: "Verdächtige Gestalt in der 'xy'-Gasse gesichtet. Vermutlich ein Tschetschene."
...oder real?
Solch ambitionierte Projekte der zivilen Gegenaufklärung stehen in der Realität des Karlsplatzes aber vor ganz anderen Problemen: Jenen der Vermittlung. Man wolle, so Projekt-Mitarbeiter Gallus Voegel, die Passanten mittels Bodenmarkierung näher an die eher verschlossen wirkende Architektur heranführen. Allein die Stadt wollte wohl nicht. Der Standortvorteil des öffentlichen Raums gegenüber dem eher geschlossenen einer Kunstinstitution, der von vorneherein nur bestimmte Zielgruppen anspricht, konnte so nicht wirklich genutzt werden.
Darüber hinaus schreit die hoch technisierte und spezialisierte Informations-Ausstellung aber nach Vermittlungsarbeit für die weit verbreitete Spezies der "Technologie-Dodeln". Einem Anspruch, der nur mit einem anderen Freiraum erfüllt werden kann - jenem eines umfassenderen Budgets. (Anne Katrin Feßler)
Prolog mit Kriesche-Installation - Im Mittelpunkt stehen die Kurswerte von Human Rights und Climate Change samt diversen Verknüpfungen mit Capital und Art
Großprojekt eines Franz-Xaver-Gruber-Wegs im oberösterreichischen Hochburg-Ach findet Kritiker
Fotoserien, Diainstallationen und Filme der belgischen Künstlerin Ana Torfs
Die nun im Wiener Kunstforum gelandete Schau zum Werk der mexikanischen Künstlerin bemüht sich, das Bild der betrogenen Ehe- und Leidensfrau zu brechen
Der international renommierte österreichische Künstler feiert seinen 70. Geburtstag: ein genialer Welterfinder, der in keine Schublade passen will
Temporäre Kunsthalle Berlin von Adolf Krischanitz wurde zum geplanten Ablaufdatum (31. 8.) geschlossen
Das Mak gibt Einblicke in das Werk des Wiener Philosophen Otto Neurath (1882-1945)
Gemälde "David und Goliath" war erst vor einigen Jahren restauriert worden
Restlos ausverkauft: Wer einen Caravaggio sein Eigen nennen will, muss auf neue Zuschreibungen hoffen
Auszeichnung für den besten nationalen Beitrag ging an das Königreich Bahrain, für den besten Einzelbeitrag an Junya Ishigami
Ein pittoreskes Opus als Spiegel für das Leben? Ein Befund, 400 Jahre nach Caravaggios Tod
Ausstellungsführung "Street Art Walk" zeigt Plätze urbaner Straßenkunst - Filmvorführung und Party im Schikaneder
Großformatige Malerei und künstlerische Interventionen aber auch Filme präsentiert das diesjährige Black River Festival in Wien
"frame it" im Rahmen der "sommer frische kunst" - Bad Gastein wird zur Kunststadt
Drei Ausstellungen und ein Prozess - Gericht soll Urheberrechtsstreit um Fotografien einer Live-Aktion klären
derStandard.at/SMS: Nachrichten in Echtzeit auf Ihr Handy! Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.