Umfrage: EU-Wahl kaum eine Frage der Richtung

2. Juni 2004, 22:56
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Wahlparolen wirken offenbar - mit Info-Grafik

Wien - Die Wahlparolen der Großparteien, Österreich "stark zu vertreten" beziehungsweise Österreich Gehör zu verschaffen, verfangen offenbar. In einer market-Umfrage wurde gefragt: "Es wird da ja oft darüber diskutiert, was diese Wahl bewirken kann - die einen sagen, man kann bei der Wahl vor allem politische Richtungen in Europa unterstützen, die anderen sagen, man kann bei der Wahl vor allem die Interessen des eigenen Landes unterstützen. Was trifft Ihrer Meinung nach eher zu?"

Darauf sagen nur 43 Prozent zutreffend, dass es um die Ausrichtung der Europapolitik geht. Eine Mehrheit von 49 Prozent glaubt, die Wahl diene der Unterstützung der nationalen Interessen - besonders Angehörige der bildungsfernen Schichten folgen dieser Ansicht.

"market" fragte auch, welche der Spitzenkandidaten eine klare Vorstellung von Europas Zukunft haben: Hier wird nur Ursula Stenzel und Hannes Swoboda mehrheitlich eine klare Vorstellung zugetraut - wobei jene, die die EU-Wahl als Wahl von politischen Richtungen sehen, allen Kandidaten außer Hans-Peter Martin auch ein klareres Europa-Bild zutrauen.

In der market-Hochrechnung liegt die SPÖ mit 36 Prozent vor der ÖVP mit 34, den Grünen mit zwölf, Hans-Peter Martin mit zehn und den Freiheitlichen mit acht. (cs, DER STANDARD, Printausgabe 24.5.2004)

  • Welche SpitzenkandidatInnen nach Meinung der Österreicher eine klare Vorstellung von der Zukunft Europas haben, fragte das market-Institut.
    grafik: der standard

    Welche SpitzenkandidatInnen nach Meinung der Österreicher eine klare Vorstellung von der Zukunft Europas haben, fragte das market-Institut.

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