Solarien – Bräune, Vitalität, Wohlbefinden

22. Oktober 2004, 17:11
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Braune Haut das ganze Jahr über – wer wünscht sich das nicht? Sonnenstudios machen´s möglich. Doch wie bei der natürlichen, gilt es auch beim Genuss der künstlichen Sonne einige Regeln zu beachten.

UV-Strahlen
Wir sind ständig UV-Strahlen ausgesetzt. Die natürliche UV-Strahlung des Sonnenlichts besteht aus den langwelligen UV-A-Strahlen und den kurzwelligen UV-B-Strahlen, wobei die energiereichen UV-B-Strahlen als Mitursache für Hautkrebs gelten. Künstliche UV-Strahlen setzen sich anders zusammen als die natürlichen. Solarienbetreiber propagieren die künstliche Sonne als sicher, da die UV-B-Strahlung in Solarien weitgehend herausgefiltert wird. Aber auch die UV-A- Strahlen, die heute in erster Linie in Bräunungsgeräten verwendet werden, sind gefährlich. Sie lassen die Haut schnell altern und können ebenfalls Hautkrebs verursachen. Damit die Haut schnell braun wird, ist ihre Dosis unter den Röhren deutlich (mitunter bis zum 10fachen) höher als unter freiem Himmel. Aber auch der verbleibende, geringe Anteil an UV-B-Strahlen kann noch Hautkrebs verursachen. Messungen in Solarien zeigen bei fast allen Geräten eine viel zu hohe Bestrahlungsstärke.

Vorbräunen vor dem Urlaub
Die Haut reagiert auf UV-Bestrahlung mit zwei Schutzmechanismen: Zum einen mit der Pigmentierung der Haut, der Bräune, zum anderen mit einer Verdickung der obersten Hautschichten, der so genannten Lichtschwiele. Die Lichtschwiele verhindert Sonnenbrand. Allerdings kann die Bildung der Lichtschwiele nur durch die in Solarien meist ausgefilterte UV-B-Strahlung entstehen. Die Folge: Der vorgebräunte Urlauber benutzt weniger Sonnenschutzmittel und riskiert damit einen Sonnenbrand.

Positive Aspekte moderner UV-Bestrahlung
Der Umgang mit der künstlichen Sonne birgt nicht nur Risken, ganz im Gegenteil, ihre Wärme tut gut und kann sogar schlechte Stimmung vertreiben und - kombiniert mit Lichttherapie auch echte Winterdepressionen heilen. Am Beispiel Akne hat sich gezeigt, dass UV-Bestrahlung zudem Hautprobleme merklich lindert, außerdem hat sich der Einsatz von künstlichem Sonnenlicht bei der Behandlung zahlreicher Hautkrankheiten wie etwa Neurodermitis bewährt.

In jedem Fall sollte man bei der Benutzung eines Solariums darauf achten, bestimmte Regeln einzuhalten. Die Anzahl der Sonnenbäder pro Jahr (natürliche und künstliche) soll etwa 50 nicht übersteigen. Ein Sonnenbrand ist immer zu vermeiden. Nur Solarien mit geschultem Personal nutzen! Selbstbedienungsstudios mit Münzautomaten ganz meiden. Wer an einer Hautkrankheit leidet, sollte unbedingt seinen Arzt befragen. Bereits einige Stunden vorher keine Parfüms oder Kosmetika benutzen und im Solarium keine Sonnencreme verwenden. Immer eine Schutzbrille aus UV-undurchlässigem Plastikmaterial tragen. Nicht ins Solarium gehen sollte, wer einem empfindlichen Hauttyp angehört, wer viele Muttermale hat, eine Vorstufe von Hautkrebs hat bzw. an Hautkrebs erkrankt ist oder ein transplantiertes Organ hat.
  • SolariumSonnentudios bieten dem Kunden knackige Bräune das ganze Jahr über. Entgegen vieler Meinungen ist das aber nicht immer ungefährlich.

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    Sonnentudios bieten dem Kunden knackige Bräune das ganze Jahr über. Entgegen vieler Meinungen ist das aber nicht immer ungefährlich.

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