Hanno Soravia im STANDARD-Interview: "Das ist Neuland für die Slowaken"

16. Juni 2004, 14:17
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Die Soravia-Gruppe war einer der ersten westlichen Bauträger, die sich in Zentral- und Osteuropa engagierte

STANDARD: Im Gegensatz zum Flügel vor der Wiener Albertina wird das Shopping Center in Bratislava nun nicht mehr Ihren Namen tragen, so wie ursprünglich geplant. Wieso das?

Soravia: Da wir das Projekt jetzt verkauft haben, heißt es nur mehr "Shopping Palace".

STANDARD: Warum hat sich die Realisierung so lange verzögert? Eine Tafel neben dem Tesco-Hypermarkt kündete schon vor Monaten von einer Eröffnung im Frühjahr 2004?

Soravia: Das hat mit dem zusätzlichen Grundstückserwerb zu tun gehabt. Da gab es eine komplizierte Eigentümerstruktur. Aber wir haben die zusätzlichen Flächen für das Gesamtkonzept gebraucht. Denn die internationalen Handelsketten benötigen die, und um deren Ansiedelung herrscht in Bratislava ein großer Wettbewerb.

STANDARD: Wie lief die Zusammenarbeit mit den Behörden?

Soravia: Die Bauauflagen sind zwar härter als bei uns, aber sonst ganz toll - sie sprechen auch perfekt Englisch oder Deutsch. Ein Projekt in dieser Größe ist für die Slowaken aber Neuland. Aber sie können in die Zukunft schauen, indem sie einfach in den Süden Wiens oder nach Graz schauen. Und das haben sie auch gemacht. (DER STANDARD, Printausgabe, 19./20.5.2004)

Zur Person

Die Kärntner Unternehmerfamilie Soravia blickt auf eine über 130 Jahre Firmentradition zurück. Vor rund 15 Jahren begannen die Brüder Hanno (43) und Erwin (36) das Portfolio vom Stammgeschäft Bau und Immobilien zu verbreitern. Die Soravia-Gruppe ist heute unter anderem am eben neu eröffneten Wiener Hotel Hilton, an den Auktionshäusern Dorotheum und OneTwoSold sowie als Bauträger an zig Immobilienprojekten wie TownTown in Wien-Erdberg beteiligt. In München, Zürich und Berlin betreibt Soravia TV-Sender.

Mit Hanno Soravia sprach Leo Szemeliker.

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    foto: standard/cremer
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