Schoko "ganz oben auf der Wunschliste"

6. Juli 2004, 13:37
16 Postings

GAK-Trainer Schachner denkt, er hätte den Job bei VfB Stuttgart locker bekommen, aber: "Ich kenne das Umfeld nicht, das wäre eine Hudlerei"

Graz - Walter Schachner geht davon aus, dass er den Job als Trainer des deutschen Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart bekommen hätte, wenn er sich nicht am Sonntag zur Absage entschlossen hätte. "Das mit Stuttgart hätte was werden können. Ich habe aus mehreren Quellen erfahren, nicht Nummer drei auf der Wunschliste zu sein, sondern ganz oben zu stehen", erklärte der Erfolgstrainer des neuen österreichischen Fußball-Meisters am Montag.

"Für die Fans nicht zumutbar"

Schließlich wären aber einige Faktoren dafür entscheidend gewesen, dass "Schoko" in der kommenden Saison in Graz bleibt. "Ich habe mit dem Präsidenten vereinbart, bis 2005 zu bleiben. Ich hätte meinen Vertrag brechen müssen, das wäre auch für die Fans nicht zumutbar gewesen. Ich lasse den Klub nicht im Stich", meinte der 47-Jährige und nannte weitere Gründe. "Die Vorbereitungszeit auf die neue Aufgabe wäre zur kurz gewesen. Ich kenne das Umfeld nicht, das wäre eine Hudlerei geworden", so Schachner. Zudem seien mehrere Details, etwa die Frage, ob er sein Trainerteam nach Deutschland hätte mitnehmen dürfen, in den ersten Kontakten mit den Stuttgartern gar nicht zur Sprache gekommen.

Stuttgarter Medien bringen unterdessen den bisherigen Co-Trainer Krassimir Balakow ins Spiel. Diese interne Lösung hätte den Vorteil, dass sie eine kostengünstige wäre. Denn der Bulgare steht ohnehin auf der VfB-Gehaltsliste. Allerdings hat Balakow ein Jahr nach seinem Karriereende noch eine enge persönliche Bindung zu den meisten Spielern. Als weiterer Kandidat gilt der Niederländer Guus Hiddink ein Kandidat.(APA)

  • Erfolgstrainer Schachner bleibt dem GAK erhalten.

    Erfolgstrainer Schachner bleibt dem GAK erhalten.

Share if you care.