Ein Exzerstörer als Held des GAK

6. Juli 2004, 13:37
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Mittelfeldarbeiter Rene Aufhauser ist der Grazer "Spieler der Saison"

Graz - Der Ausgang der jüngst erfolgten Wahl zum "Spieler der Saison 2003/04" durch die GAK-Fans fiel für nicht wenige überraschend aus.

Kurz vor Anpfiff des Spiels gegen Superfund Pasching übergaben die Grazer Vereinsoberen den Titel nicht an Torschützenkönig Roland Kollmann, der den Klub mit bislang 26 Toren an die Spitze geschossen hat, sondern an den Mittelfeldspieler Rene Aufhauser. Der hat in dieser Saison immerhin auch schon fünf Treffer erzielt, aber das alleine erklärt nicht seine Beliebtheit beim Grazer Publikum.

Vom Staubsauger zum Mittelfeldmotor

Als Aufhauser (verheiratet, ein Sohn) nach den Stationen Voitsberg, Köflach und Salzburg 2001 nach Graz kam, hatte er sich seinen Ruf vor allem mit seinen "Staubsaugerfähigkeiten" erworben. Durch kluges Stellungsspiel schafft es Aufhauser von jeher, den Gegner schon im Spielaufbau zu behindern. Lange Zeit als bloßer Zerstörer angesehen, entwickelte er sich unter dem Fußballlehrer Walter Schachner aber immer mehr zum Mittelfeldmotor, der sein Heil auch in der Vorwärtsbewegung sucht. ÖFB-Teamchef Hans Krankl - der am Samstag übrigens nicht in Graz, sondern schon wieder in Hütteldorf zuschaute - gehört seit jeher zu den größten Fans Aufhausers. Er setzt seit Amtsantritt auf den gelernten Elektrotechniker, der bis zu seinem verletzungsbedingten Fehlen gegen Luxemburg als einziger Spieler in jedem Länderspiel unter Krankl dabei war.

Den Grund für den Erfolg des GAK, bei dem er bis 2007 unterschrieben hat, sieht Aufhauser in der mentalen Stärke: "Wir sind nervenstärker geworden, haben alle wichtigen Spiele gewonnen. Das zeichnet Topteams aus." (sjk, DER STANDARD Printausgabe)

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