Beziehungen Christen - Israel "schlecht wie nie"

14. Mai 2004, 19:03
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Mitarbeitern christlicher Institutionen Aufenthaltsgenehmigungen verweigert

Jerusalem - Christliche Organisationen aus den USA haben die Beziehungen zwischen dem Staat Israel und den Christen als "so schlecht wie niemals zuvor" bezeichnet. 50 katholische und protestantische Organisationen schickten in der vergangenen Woche einen Brief an US-Präsident George W. Bush, aus dem die israelische Tageszeitung Ha'aretz am Donnerstag zitierte. Sie beklagen darin vor allem die Weigerung des israelischen Innenministeriums, Mitarbeitern christlicher Institutionen Aufenthaltsgenehmigungen zu erteilen. Ministerpräsident Ariel Sharon soll unterdessen die Bildung eines interministeriellen Ausschusses für die Probleme der Christen angeordnet haben.

Die christlichen Organisationen und der päpstliche Nuntius Pietro Sambi verurteilten die Errichtung der umstrittenen Mauer zwischen Jerusalem und Bethlehem. Heilige Stätten und christliche Gemeinden würden so "auseinander gerissen". Der Kirchenrat der USA hatte die israelische Regierung auch aufgefordert, den griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem, Irinaios I., nach nahezu drei Jahren endlich anzuerkennen. (APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe vom 14.5.2004)

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