Möglicherweise Überreste der Bibliothek von Alexandria gefunden

Redaktion, 21. Mai 2004 22:10

Noch keine Einzelheiten über Fund an ägyptischer Mittelmeerküste bekannt

Kairo - Ein polnisch-ägyptisches Archäologenteam hat an der ägyptischen Mittelmeerküste möglicherweise die Überreste der antiken Bibliothek von Alexandria entdeckt. Das erklärte der Chef der ägyptischen Altertümerverwaltung, Zahi Hawwas, am Mittwochabend bei einer Fachkonferenz der Universität von Kalifornien. Die Archäologen hätten in der Bruchion-Region, dem ehemaligen Palastviertel, im Nordosten der antiken Stadt Alexandria die Ruinen von 13 Hörsälen entdeckt, fügte er hinzu.

Archäologen in Kairo bestätigten die Nachricht, wollten jedoch zunächst mit Rücksicht auf eine geplante offizielle Bekanntgabe der Grabungserfolge keine Einzelheiten nennen. Ein Mitarbeiter der Altertümerverwaltung berichtete nur, außer den rechteckigen Vortragssälen, in denen noch die Sitze der Lehrmeister zu erkennen seien, hätten die Studenten später offenbar auch ein Amphitheater als Vortragsort genutzt.

Von der Alexandrinischen Bibliothek, die von Ptolemaios I. (305-283 v. Chr.) gegründet wurde und einst die wichtigste Schriftensammlung der Welt beherbergte, waren bisher keine archäologischen Spuren bekannt. Sie soll durch einen großen Brand mutwillig zerstört worden sein. (APA/dpa)

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