Schülerausweis als Bankomatkarte

17. September 2004, 12:00
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Als erste Schule wird die BHAK10 in Wien bargeldlos. Der Schülerausweis wird mit einem Quick-Chip ausgestattet

Worüber anderswo seit Jahren geredet wird, ist nun in einer Wiener Schule Realität geworden: Ab sofort ist die BHAK10 Österreichs erste bargeldlose Schule, die einen Schülerausweis mit integrierter Quick-Zahlungsfunktion ausgibt.

Wiens amtsführende Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl lobt das neue Projekt: "In dieser zeitgemäßen Form von Schülerausweis sind alle Stärken des 'klassischen' Schülerausweises mit den Vorteilen bargeldlosen Zahlungsverkehrs verbunden. Dass dieses Projekt so rasch erfolgreich realisiert werden konnte, ist ein Verdienst der Schule, vor allem aber auch der aktiven Unterstützung aller Schulpartner, ihnen gilt mein ganz persönlicher Dank",

Finanzen im Griff

"Eigenverantwortlicher Umgang mit Geld ist für Jugendliche besonders wichtig. Und der will gelernt sein. Der Schülerausweis mit Quick-Chip soll diesen Prozess erleichtern. Ähnlich wie bei Handy-Wertkarten behalten Eltern und Jugendliche die Finanzen im Griff", meinte hierzu Dr. Peter Trcka, Geschäftsführer von Europay Austria. Trcka erläuterte weiters, daß der Quick-Chip auch außerhalb des Schulbereichs an mehr als 82.000 Bankomat-Kassen österreichweit funktioniert. "Gerade bei Kleinbeträgen ist es oft praktisch, ohne Code und Unterschrift zahlen zu können. Seit Einführung des Euro hat sich das Zahlen mit Quick deutlich vervielfacht."

Kooperation mit der Wirtschaft

BHAK10-Direktor Mag. Peter Slanar, der eigentliche "Vater des Projektes" unterstrich eine weitere Bedeutung des neuen Schülerausweises für seine Schule. Als Leiter einer kaufmännischen berufsbildenden Schule sei es ihm ein wichtiges Bestreben, mit der Wirtschaft zu kooperieren, um einerseits die zukünftigen Absolventen optimal auf das Berufsleben vorzubereiten und andererseits auch den Unterricht möglichst praxisnah und am 'Puls der Zeit' gestalten zu können.

"Ein wichtiger Ausdruck dieses Bestrebens sind die Projektarbeiten, die vor allem von den MaturantInnen in enger Kooperation mit der Wirtschaft zu erstellen sind. Davon profitieren die SchülerInnen, indem sie praxisnahe Projekte umsetzen müssen. Andererseits kommt dies auch den Unternehmen zugute, da sie als Projektauftraggeber wichtige Ansätze zur Umsetzung des in Auftrag gegebenen Projektes im eigenen Unternehmen gewinnen." (apa,az)

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