Nachlese: Kanada verteidigt 2004 den Titel

18. Mai 2005, 10:45
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5:3 im Endspiel gegen Schweden, bereits zum 23. Mal Champion - Unterlegenes Drei-Kronen-Team verspielte wie im Vorjahr Vorsprung

Prag - Kanada bleibt auf dem Thron des Eishockey-Weltmeisters und hat den Angriff von Schweden wie vor einem Jahr mit toller Moral abgewehrt. Der Olympiasieger gewann am Sonntag in Prag trotz Rückständen von 0:2 und 1:3 noch mit 5:3 (1:2,2:1,2:0) und ist als 23-maliger Titelträger nun alleiniger Rekordgewinner vor der ehemaligen Sowjetunion. Schweden hatte schon vor einem Jahr in Helsinki nach einer 2:0-Führung noch 2:3 verloren.

Traumstart für Schweden

In einem tollen Finale bescherten Jonas Höglund (3.) in Überzahl und Daniel Alfredsson (8.) den Schweden einen Traumstart. Zum 2:0 gab der erst am Freitag eingetroffene NHL-Star Peter Forsberg einen exakten Steilpass. Forsberg war schon 1992 beim Titelgewinn in Prag dabei.

Rückstand weggesteckt

Die zum wiederholten Male in Rückstand geratenen Kanadier - sie hatten u.a. in der Vorrunde gegen Österreich ein 0:2 wettgemacht - verkürzten durch Kapitän Ryan Smyth (16.) und steckten auch das 1:3 durch Andreas Salomonsson (25.) weg. Sekunden zuvor hatte Danny Briere mit einem Pfostenschuss den Ausgleich verpasst. Dafür sorgten binnen 52 Sekunden dann Dany Heatley (35.) mit seinem achten WM-Treffer und Michael Nylander (36.). Der Schwede wurde bei einem Rettungsversuch von Matt Cooke bedrängt und traf volley ins eigene Netz.

Heatley wertvollster Spieler

Nur 20 Sekunden nach Beginn des letzten Drittels verwertete der aufgerückte Verteidiger Jay Bouwmeester ein Zuspiel von Heatley zur ersten kanadischen Führung. Die Schweden wirkten nach dem verschenkten Vorsprung geschockt und ließen nach dem 3:5 durch Cooke (51.) ihre letzten Torchancen ungenutzt. WM-Topscorer Heatley wurde zum Abschluss noch zum wertvollsten Spieler des Turniers gekürt.(APA/dpa)

Finale:

  • Schweden - Kanada 3:5 (2:1,1:2,0:2) Prag, 17.360 (ausverkauft), SR Henriksson (Finnland)

    Tore: Höglund (3.), Alfredsson (8.), Salomonsson (25.) bzw. Smyth (16.), Heatley (35.), Niedermayer (36.), Bouwmeester (41.), Cooke (51.)

    Strafminuten: 6 bzw. 8 plus 10 Disz. für Rob Niedermayer

    WM-Endstand: 1. Schweden - 2. Kanada - 3. USA - 4. Slowakei - 5. Tschechien - 6. Finnland - 7. Lettland - 8. Schweiz - 9. Deutschland - 10. Russland - 11. Österreich - 12. Dänemark - 13. Kasachstan - 14. Ukraine - 15. Japan - 16. Frankreich

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Dany Heatley, Spieler des Turniers, mit dem Objekt der Begierde.

    • Der Sohn von Matt Cooke passt vollständig in den Pokal.

      Der Sohn von Matt Cooke passt vollständig in den Pokal.

    • Die ganze Bande auf einen Blick.

      Die ganze Bande auf einen Blick.

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