1999 gewann die SPÖ

13. Juni 2004, 17:05
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Nahm ÖVP den ersten Platz ab

Wien - Zum dritten Mal seit dem EU-Beitritt 1995 werden am 13. Juni die österreichischen Mitglieder des EU-Parlaments gewählt. Österreich stehen nun - in der neuen Verteilung wegen der EU-Erweiterung - nur mehr 18 statt früher 21 Sitze zu. Aus der vorigen Wahl am 13. Juni 1999 ging die SPÖ als Siegerin hervor. Sie nahm der ÖVP den 1996 errungenen ersten Platz ab. Für österreichische Verhältnisse sehr niedrig war vor fünf Jahren die Wahlbeteiligung mit 49,40 Prozent.

Die SPÖ gewann 1999 ein Mandat dazu, die ÖVP blieb gleich - und beide kamen damit auf sieben Mandate. Der Spitzenkandidat der SPÖ, Hans-Peter Martin, wurde mittlerweile aus der SPE-Fraktion ausgeschlossen und tritt heuer mit einer eigenen Liste an.

Die FPÖ verlor 1999 gegenüber 1996 ein Mandat auf fünf - wobei zwei Abgeordnete, Peter Sichrovsky und Gerhard Hager, mittlerweile aus der Partei ausgetreten sind. Die Grünen bekamen ein Mandat dazu auf zwei. Das Liberale Forum verlor das seit 1996 gehaltene Mandat. Nicht den Einzug ins EU-Parlament schafften die beiden weiteren Kandidaten des Jahres 1999, die KPÖ und die Christlich Soziale Allianz von Kaiser-Enkel Karl Habsburg.

SPÖ und ÖVP lagen bei den beiden EU-Wahlen knapp beieinander: 1996 landete die ÖVP mit 29,65 Prozent knapp vor der SPÖ mit 29,15 Prozent. 1999 überholte die SPÖ mit 31,71 Prozent die ÖVP mit 30,67. Im Nationalrat hatte in dieser Zeit - es gab Wahlen 1995 und im Herbst 1999 - die SPÖ noch klar die Mehrheit. Die FPÖ - die bei der Nationalratswahl 1999 erstmals knapp vor der ÖVP auf Platz 2 landete - verlor bei der EU-Wahl 1999 gegenüber 1996 mehr als vier Prozentpunkte auf 23,40 Prozent.

Den Grünen, die bei den Europawahlen jeweils besser abschnitten als bei den Nationalratswahlen, bescherte die EU-Wahl 1999 ihr bestes Bundeswahlergebnis bis dahin: Mit 9,29 Prozent legten sie gegenüber 1996 um rund 2,5 Prozentpunkte zu. (APA)

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