Trichet sieht neue Wachstumschancen

11. Februar 2005, 15:34
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EZB-Präsident: Produktivitätszuwächse in neuen Mitgliedstaaten sollen sich in neue Märkte übertragen

Paris - Die Erweiterung der Europäischen Union (EU) kann nach den Worten von EZB-Chef Jean-Claude Trichet zu mehr Wachstum in Europa beitragen.

Die zehn neuen EU-Mitglieder könnten rasche Produktivitätszuwächse erwarten, wie es auch nach den Beitritten Spaniens, Griechenlands Portugals und Irlands gewesen sei, sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) am Montag in Paris.

Neue Märkte für Unternehmen

"Dieses wirtschaftliche Aufholen wird sich in neue Märkte für Unternehmen übertragen. Ich denke, dass die europäische Integration über ihre politische Dimension hinaus ein Wachstumsmotor für uns alle ist."

Einige alte EU-Mitglieder befürchten indes, dass die Neulinge eine Flut billiger Arbeitskräfte und niedrigere Steuern in die EU einbringen und damit die Wachstumsaussichten verschlechtern.

Der Rat der EZB berät am Donnerstag über die Leitzinsen in der Euro-Zone. Volkswirte erwarten nicht, dass die EZB den derzeitigen Schlüsselzins von 2,0 Prozent ändern wird. (APA/Reuters)

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