Jugendmagazin "25" bleibt "Baustelle"

Redaktion, 11. Mai 2004 20:17

ORF nicht zufrieden, Planungschef Lorenz ortet "Pfadfindersyndrom" - Veränderungen "in absehbarer Zeit" möglich

Das ORF-Jugendformat "25 - Das Magazin" will auch gut eineinhalb Jahre nach seinem Start nicht so richtig auf Touren kommen. "Das ist eine Baustelle im ORF und es ist gut möglich, dass wir hier in absehbarer Zeit Veränderungen vorschlagen", sagte ORF-Planungschef Wolfgang Lorenz am Montag bei der Sitzung des ORF-Publikumsrats. Anlass für die ernüchternde Bilanz war eine Anfrage der Publikumsrätin Andrea Konrad. Ihrer Ansicht nach hapert es am Konzept.

"Zielgruppenprogramme scheinen nicht mehr zu funktionieren"

Lorenz dagegen verwies auf die Erkenntnis, dass es offensichtlich nicht mehr möglich sei, die "Jugend an einem bestimmten Sendeplatz zusammenzufassen": "Zielgruppenprogramme dieser Art scheinen nicht mehr zu funktionieren." Durchschnittlich 70.000 Zuschauer (21 Prozent Marktanteil) in der Zielgruppe zwölf bis 29 waren im ersten Quartal 2004 bei den "25"-Sendungen um 18.30 Uhr in ORF 1 dabei. Bei den Erwachsenen (zwölf Jahre und älter) betrug der Marktanteil neun Prozent (184.000 Zuschauer). Diese Zahlen seien "tatsächlich nicht schön", so Lorenz. Er ortete denn auch ein "Pfadfindersyndrom": Der ORF habe eine "gute Tat" vollbringen wollen, doch "niemand wollte sich von uns über die Straße helfen lassen".

Lob für Berichterstattung zur EU-Erweiterung

Ausdrückliches Lob gab es am Montag im Publikumsrat für die Anstrengungen des ORF rund um die EU-Erweiterung. Mit den Marktanteilen zeigte sich Informationsdirektor Gerhard Draxler zufrieden. Die nächste Herausforderung wartet schon: Auch zur EU-Wahl im Juni plant man ein umfangreiches Schwerpunktprogramm. (APA)

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