"Linke Emanzen"

30. April 2004, 16:11
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Ein Leserinnenbrief

Mit ihrer Aussage von den "linken Emanzen" zeigt Benita Ferrero-Waldner, was sie wirklich von Frauenpolitik hält. Obwohl eigentlich auf Politikerinnen des "linken" Lagers bezogen, beleidigt sie damit alle emanzipierten und selbstständig denkenden Frauen. Jene unter ihnen, die sie nicht gewählt haben, wollten eben nicht einfach irgendeine Frau als Bundespräsidentin. Und eben keine, die den Weg der Emanzipation nie selbst gegangen ist, sondern nach wie vor an Schüssels Hosenbein hängt. Nach diesem Sager sollte sie sich auf "Benito" umbenennen, denn als Mann würde ihre frauenfeindliche Haltung zumindest in den ÖVP-Reihen nicht weiter auffallen. Auch Lesben und Schwule haben noch einen weiten Weg der Emanzipation vor sich. Aus der staatlichen Bevormundung und Unterdrückung in die Freiheit - mit allen Rechten und Pflichten. Das wird uns mit Heinz Fischer als Bundespräsidenten leichter gelingen. Ich danke allen Frauen, die unserer Wahlempfehlung gefolgt sind und erkannt haben, dass es hinter der grinsenden Fassade keine Zukunftsperspektive weder für moderne Frauen noch für Lesben und Schwule gibt.

Bettina Nemeth
Obfrau der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien

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