"Reine Männerberufe" gibt es nicht

29. April 2004, 18:27
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Am dritten Wiener Töchtertag wurden über tausend Mädchen für "atypische Frauenberufe" motiviert

Wien - Der dritte Wiener Töchtertag hat am Donnerstag in 55 Betrieben stattgefunden - über 1.200 Mädchen haben daran teilgenommen. Im Vorjahr waren es 500 Mädchen in 17 Betrieben. Frauenstadträtin Mag.a Renate Brauner hat den diesjährigen Töchtertag gemeinsam mit Mädchen und den Verantwortlichen in den Betrieben bei den ÖBB, der MA 45 - Wasserbau, IBM, der Wiener Rettung (MA 70) und bei der Ottakringer Brauerei verbracht.

"Mit dem Töchtertag vermitteln wir den Mädchen, dass es keine Berufe "nur" für Männer gibt. Wir trauen Mädchen und jungen Frauen sehr viel zu und motivieren sie, sich ganz bewusst für Zukunftsberufe im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu interessieren", erklärte Brauner die Ziele des Wiener Töchtertags.

Betriebe profitieren ebenso

Aber auch die Betriebe würden vom Töchtertag profitieren, so Brauner. "Heute kann es sich kein Unternehmen mehr leisten, auf die Kompetenzen von Frauen zu verzichten. Und am Töchtertag lernen sie vielleicht schon ihre zukünftigen Mitarbeiterinnen kennen." Dass der Töchtertag in diesem Jahr das erste Mal auch jenseits der österreichischen Grenze in Bratislava stattfindet, sei angesichts der bevorstehenden EU-Erweiterung eine besonders wichtige Weiterentwicklung dieser erfolgreichen Idee.

Es wurden auch wieder Workshops für interessierte Mädchen, die keine Möglichkeit hatten, ihre Eltern an deren Arbeitsplatz zu begleiten organisiert. In Wiener Vereinen, die sich auf die Arbeit mit Mädchen und Frauen spezialisiert haben, konnten Mädchen ungewöhnlich Berufe kennen lernen. Auch das Berufsausbildungszentrum des bfi Wien und das BIWI, die Berufsinformation der Wiener Wirtschaft, haben sich mit einem eigenen Programm am Erfolg des Töchtertags beteiligt.

Der nächste Wiener Töchtertag findet am 28. April 2005 statt. (red)

  • Einmal andere Erfahrungen sammeln und für die Zukunft schnuppern.
    foto: standard
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