Auf der Suche nach der Arche Noah

7. Mai 2004, 21:14
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Satellitenfoto löst neue Suchaktion aus - Expedition auf den höchsten Berg der Türkei geplant

New York - Ein Satellitenfoto vom Ararat, dem höchsten Berg der Türkei, hat eine neue Suchaktion nach der Arche Noah ausgelöst. Ein amerikanisch-türkisches Forscherteam glaubt, auf dem Foto die Überreste der Arche im Schnee und Eis des Ararats zu erkennen, und will sich jetzt auf den Weg dorthin machen und eines der ältesten biblischen Rätsel lösen. Die Expedition unter Leitung des türkischen Archäologen Ahmet Arslan soll am 15. Juli starten und wird von dem Geschäftsmann und katholischen Aktivisten Daniel McGivern in Honolulu finanziert, berichtete ein Lokalsender des Radionetzwerkes NBC auf Hawaii am Donnerstag.

Bereits 1949 hatten Aufnahmen der US Air Force eine von Eis bedeckte Struktur in der Form eines Schiffes auf dem Berg erkennen lassen. Die US-Regierung gab einige dieser Fotos 1997 frei. Experten nannten die Bilder jedoch "nicht beweiskräftig genug". Zahlreiche Wissenschaftler bezweifeln die Legende, dass die Arche am Berg Ararat zu finden ist. Es gebe keinen geologischen Nachweis für die Theorie, dass die Erde so hoch überflutet gewesen sein könnte. Außerdem sei es unwahrscheinlich, dass ein Holzschiff, das verfault, 100.000 Jahre unter der Erde überstehen kann.

Als Mythos betrachtete Bibelpassage

Noahs dreistöckiges Schiff bestand aus Zypressenholz und maß nach biblischer Überlieferung dreihundert mal dreißig Ellen (eine Elle = 60 bis 80 Zentimeter). Als das Wasser wieder sank, soll die Arche auf dem Berg Ararat gelandet sein. Der Beweis für die weithin als Mythos betrachtete Bibelpassage wäre für den bekennenden Christen aus Honolulu ein großer Erfolg. "Ich hoffe, ich kann den Glauben an Gott in vielen Menschen wecken", zitierte die "New York Daily News" McGivern. "Dies ist eine nicht an die Religion gebundene, wissenschaftliche Expedition mit dem Ziel, den Nachweis für die Arche Noah an der Spitze des Ararats zu erbringen".

Interpretierte Satellitenfotos

Die Hitzewelle des vergangenen Sommers in Europa habe viel vom Schnee auf dem Gipfel des Ararats schmelzen lassen. Daraufhin gab McGivern, der Präsident von Shamrock, der Trinity Corporation in Honolulu einen neuen Satz von Satellitenfotos in Auftrag. Sie lassen nach Interpretation des Forscherteams eine große Struktur von knapp 15 Metern Höhe, fast 25 Meter Breite und 150 Meter Länge erkennen, schreibt die Zeitung. McGivern verspricht, die Arche nicht ausgraben zu lassen, sollte das Forscherteam sie tatsächlich finden. Wir beseitigen auch keine Artefakte, beruhigt er. "Wir fotografieren sie nur, und hoffentlich kann sie dann jeder sehen".

In den vergangenen Jahrzehnten hat es immer wieder Expeditionen in die Osttürkei gegeben, um die Arche Noah zu finden. Meist waren es amerikanische Wissenschaftler, der ehemalige Astronaut James Irvin zum Beispiel reiste in den 80er Jahren sechs Mal in die Türkei. (APA/dpa)

Link
Zum Satellitenbild auf Space.com
(zu finden unter "April 26")
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