100. Todestag von Antonin Dvorak mit Doppelsinn

29. April 2004, 21:43
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Tschechische Republik feiert zugleich Nationalkomponisten und EU-Beitritt - Schwerpunkt auf ARTE

Paris/Prag - Zum 100. Todestag des tschechischen Nationalkomponisten Antonin Dvorak am 1. Mai sendet der deutsch-französische Kultursender ARTE am Sonntag um 19 Uhr in Direktübertragung aus Prag ein Konzert der tschechischen Philharmoniker unter der Leitung von Jiri Belohlavek. Auf dem Programm stehen die Sinfonie "Aus der neuen Welt" (1893) und ein Cello-Konzert von Dvorak mit dem Solisten Jiri Barta. Mit dem Konzert feiern die Tschechen auch ihren EU-Beitritt.

Am 8. Mai zeigt Arte um 22.30 Uhr einen 58-minütigen Film über Leben und Schaffen des tschechischen Komponisten, den sein Landmann Martin Suchanek verwirklicht hat. Er verwendete für den Dokumentarfilm Bilder, Fotografien und Filme aus der Habsburgerzeit, teilte der Kultursender mit. An den 100. Todestag wird in Tschechien mit vielen Veranstaltungen erinnert.

Biografisches

Dvorak gilt mit Bedrich Smetana, dessen 120. Todestag am 12. Mai begangen wird, und Leos Janacek, dessen 150. Geburtstag man am 3. Juni begeht, als Begründer der tschechischen Nationalmusik. Als seine bekannteste Oper gilt "Rusalka" (1900).

Dvorak hatte an der Prager Orgelschule studiert und spielte danach in mehreren Orchestern, unter anderem als Bratschist unter Smetana. Seit 1890 arbeitete er als Professor für Komposition am Prager Konversatorium, dessen Leiter er 1901 wurde. Dazwischen wirkte er von 1892 bis 1895 als Leiter des National Conservatory in New York. Dvoraks Schaffen ist von böhmischer und mährischer Volksmusik geprägt und gilt als "temperamentvoll tschechisch". Neben zehn Opern schrieb er Chorwerke wie "Stabat mater" (1877) sowie neun Sinfonien und fünf sinfonische Dichtungen. (APA)

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    Antonin Dvorak

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