US-Außenminister Powell hofft auf Lösung in Falluja

29. April 2004, 15:50
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Bush für entschlossenes Vorgehen gegen Rebellen

Berlin - US-Außenminister Colin Powell hofft auf eine friedliche Lösung des Konflikts um die irakische Stadt Falluja. "Wir werden das Problem lösen, auf die eine oder andere Weise, hoffentlich friedlich", sagte Powell am Mittwoch nach einem Gespräch mit seinem deutschen Kollegen Joschka Fischer in Berlin. Er zeigte sich optimistisch, dass wie geplant Ende Juni im Irak eine Übergangsregierung eingesetzt werden könne. "Wir wollen den Irakern so viel Souveränität zurückgeben, wie sie nutzen können", sagte er. Das militärische Kommando bleibe aber bei den US-geführten Truppen.

Fischer und Powell besprachen neben der Irak-Frage unter anderem auch die Lage im Nahen Osten und auf dem Balkan, das Zypern-Problem und den Kampf gegen den Terrorismus. "Auf bilaterale Fragen haben wir wenig Zeit verwendet - so gut sind unsere Beziehungen", sagte Powell. Fischer dankte den USA für die Unterstützung Deutschlands während des Kalten Krieges und bei der Wiedervereinigung.

Bush: Entschlossenes Vorgehen gegen Rebellen

US-Präsident George W. Bush hat ein entschlossenes Vorgehen gegen die sunnitischen Aufständischen in der umkämpften irakischen Stadt Falludscha angekündigt. Die US-Streitkräftte würden alles Notwendige tun, "um im Interesse des irakischen Volkes die Sicherheit in Falludscha herzustellen", sagte Bush am Mittwoch nach einem Treffen mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Göran Persson in Washington. Die Kämpfe zwischen der US-Armee und den Rebellen in der sunnitischen Widerstandshochburg dauerten am Mittwoch an. (APA/dpa)

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