Polens Nationalgericht Bigos laut EU gesundheitsschädlich

28. April 2004, 16:04
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Sauerkrautauflauf muss mehrmals aufgewärmt und angebrannt werden

Warschau - Das polnische Nationalgericht Bigos - gedämpftes Sauerkraut mit Faschiertem - könnte bald von den Speisekarten verschwinden. Wie die Tageszeitung "Metro" am Freitag berichtete, habe die Europäische Union Bedenken gegen das Gericht angemeldet und betrachte es als gesundheitsschädlich.

Bigos muss mehrmals aufgewärmt und sogar angebrannt werden, um seinen spezifischen Geschmack zu erhalten. "Sonst ist das nur eine Mischung aus Sauerkraut, Pilzen und Rotwein", wird der Chefkoch des Warschauer Restaurants "Lotos" von der Zeitung zitiert.

Europäische Direktiven würden aus hygienischen Gründen das Servieren von mehrmals aufgewärmten oder angebrannten Gerichten verbieten. Die selben Probleme hätten auch die Tschechen, die ihren Gästen nach dem EU-Beitritt kein angebranntes Faschiertes mehr servieren könnten, das ebenfalls nach mehrmaligem Aufwärmen besser schmecke.

Den Polen bleibe wohl nichts anderes übrig, als heimlich zu Hause illegales Bigos zuzubereiten, folgerte "Metro". (APA)

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