Burda-Verlag erwartet 2004 stabiles Ergebnis

29. April 2004, 11:50
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Weitere Expansion geplant

Der deutsche Burda-Verlag erwartet für dieses Jahr keine durchgreifende Belebung in der Medien- und Werbebranche, rechnet aber heuer zumindest mit einem stabilen Ergebnis. Angesichts eines weiter schrumpfenden Werbemarktes könne das Unternehmen mit einer Stagnation bei den Werbeerlösen zufrieden sein, sagte der stellvertretende Vorstandschef des nach Anzeigeneinnahmen zweitgrößte deutsche Verlagshauses, Jürgen Todenhöfer, am Montagabend in München. Aber auch ein moderates Plus von ein bis drei Prozent sei durchaus möglich.

Verschlechterte Gewinnmarge

2003 hat Burda den konsolidierten Umsatz von 1,4 auf 1,5 Milliarden Euro gesteigert. Der Verlag hat dabei im Vorjahr mit Titeln wie "Focus", "Playboy", "Bunte" oder "Super Illu" gut 70 Prozent seiner Erlöse im Zeitschriftensegment verdient. Die Gewinnmarge hat sich allerdings verschlechtert. Dank kontinuierlicher Kostensenkungen sei das operative Konzernergebnis zumindest stabil gehalten worden, so Todenhöfer.

Burda ist nicht an der Börse notiert und nennt keine Gewinnzahlen. Änderungen der Rechtsform - etwa im Zuge eines Börsengangs - schloss der Manager aus. Diesbezüglich sei nichts geplant.

"Wollen wachsen"

"Wir wollen im Ausland wachsen, wir wollen im Inland wachsen", gab Todenhöfer die Marschrichtung für das laufende Jahr vor. Für Deutschland arbeite Burda an einigen neuen Objekten. Das Investitionsniveau des Vorjahres, als 113,8 Millionen Euro ausgegeben wurden, will der für die Finanzen zuständige Vorstand 2004 in etwa halten.

Gemessen an den Anzeigenerlösen ist Burda der zweitgrößte inländische Verlag nach der Bertelsmann-Tochter Gruner+Jahr. Todenhöfer dämpfte Erwartungen, diese Rangfolge könnte sich mittelfristig umdrehen. "Der Abstand ist noch deutlich", sagte er. An dritter und vierter Stelle folgen Springer und Bauer. Im abgelaufenen Jahr steigerte Burda die Anzahl der Zeitschriftentitel um 18 auf weltweit 253, allein im Inland kamen vier neue hinzu. (APA/dpa/Reuters)

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