US-Regierung wirft griechischen Politikern Manipulation vor

28. April 2004, 09:58
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Erklärung von Verheugen nicht ausgestrahlt - doppelt soviel Sendezeit für Gegner der Wiedervereinigung

Washington - Die US-Regierung hat den Führern der griechischen Zyprioten Manipulationen im Vorfeld des am Samstag gescheiterten Referendums zur Wiedervereinigung vorgeworfen. Gegner des UN-Plans zur Überwindung der Teilung Zyperns hätten in den staatlichen Medien zwei Mal mehr Sendezeit erhalten als Befürworter, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Richard Boucher, am Montag in Washington. Merkwürdig sei auch, dass die Erklärung von EU- Erweiterungskommissar Günter Verheugen nicht ausgestrahlt worden sei.

"Historische Gelegenheit verpasst"

Boucher nannte den Ausgang der Volksabstimmung bedauerlich, aber nicht überraschend. Eine einzigartige und historische Gelegenheit sei verpasst worden. Er drückte die Anerkennung der US-Regierung für die türkischen Zyprioten aus, die mehrheitlich für den UN-Plan gestimmt hatten. Außerdem werde die Unterstützung der griechischen und türkischen Regierung geschätzt, sagte er.

Zu möglichen politischen Konsequenzen für den griechischen und türkischen Teil der Insel wollte sich Boucher nicht äußern. (APA/dpa)

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