ÖVP setzt auf Bewährtes

28. April 2004, 13:31
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Ursula Stenzel will es noch einmal wissen - auch Othmar Karas kandidiert

"Kämpfen, arbeiten wir weiter." So lautete der Schlachtruf von ÖVP-Generalsekretär Reinhold Lopatka am Sonntagabend an die Parteifunktionäre und Sympathisanten, die die Niederlage ihrer Kandidatin Benita Ferrero-Waldner zu verdauen hatten. "Am 13. Juni, da müssen wir den Endspurt schaffen, da müssen wir die Nase vorne haben." Die Europawahlen haben für die ÖVP enorme Bedeutung, gilt es doch, die anhaltende Serie von empfindlichen Wahlniederlagen endlich abreißen zu lassen.

Am Mittwoch, dem 28. April, hält die ÖVP ihren Parteivorstand ab, dabei soll auch die Frage der Kandidaten für die EU-Wahl im Juni abgeklärt werden. Spitzenkandidatin dürfte eine Quereinsteigerin werden, allerdings eine, die sich längst im Parteiapparat etabliert hat. Die ehemalige Journalistin und ORF-Moderatorin Ursula Stenzel ist bereits seit 1996 Delegationsleiterin der ÖVP-Delegation im Europäischen Parlament - und will die schwarze Riege erneut nach Brüssel führen. Mit Stenzel hat die Volkspartei jedenfalls bessere Erfahrungen gemacht als die SPÖ mit ihrem ehemaligen Spitzenkandidaten Hans-Peter Martin oder die Grünen mit der lautlosen Mercedes Echerer.

Fix gilt auch eine Kandidatur von Othmar Karas, der in einer Art Vorwahlkampf bereits durch Österreich tourt und um Zustimmung für sein Antreten wirbt. Die Volkspartei ist derzeit mit sieben von insgesamt 21 österreichischen Abgeordneten im EU-Parlament vertreten. Mit der Erweiterung der Union wird die Anzahl der Sitze für österreichische Mandatare allerdings auf 18 reduziert. (völ/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.4.2004)

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    Ursula Stenzel mit Wahlverliererin Ferrero-Waldner

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