Deutsche Plesiosaurier-Funde werden präsentiert

29. April 2004, 20:46
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"Fischsaurierfriedhof" von Eislingen enthält auch die Skelette von Urkrokodilen und Haien

Eislingen/Tübingen - Tübinger und Göppinger Wissenschafter haben auf dem weltweit einzigartigen Eislinger "Fischsaurierfriedhof" neben Skeletten von Plesiosauriern erstmals auch die von anderen Tieren aus dieser Epoche gefunden. Es seien Knochen von Urkrokodilen und Haien entdeckt worden, teilte die Universität Tübingen am Montag mit.

Plesiosaurier sind bis zu fünf Meter lange Saurier mit kleinen Köpfen und sehr beweglichen Hälsen. Nach den bisherigen Erkenntnissen habe sich die Gesteinsschicht, aus der die Funde stammen, vor 181 Millionen Jahren am Grund des Jurameeres gebildet. Spezielle Untersuchungen zeigten, dass der Tod der Tiere möglicherweise mit einer Ökokatastrophe erklärt werden könne.

Bei Untersuchungen im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes zwischen der Kreisarchäologie Göppingen und dem Institut für Geowissenschaften der Eberhard Karls Universität Tübingen waren in den vergangenen Jahren in Eislingen an der Fils (Kreis Göppingen) 17 Fischsaurier lokalisiert und größtenteils geborgen worden. Am kommenden Freitag (30. April) wollen die Wissenschafter die neuen Funde der Öffentlichkeit präsentieren. (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Lebensgroßes Modell eines Plesiosaurus

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