Konflikt zwischen Kongo und Ruanda: Mindestens 19 Tote

28. April 2004, 19:44
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UNO-Mission fordert Abzug der ruandesischen Streitkräfte aus dem Nachbarland

Kinshasa/Nairobi - Bei Kämpfen zwischen der kongolesischen Armee und Hutu-Milizen im Osten Kongos sind mindestens 19 Zivilisten ums Leben gekommen. Mehrere 1000 Menschen seien aus ihren Dörfern geflohen, berichtete der britische Sender BBC am Montag. Die UN Mission (MONUC) konnte die Zahl der Toten zunächst nicht bestätigen. Im Osten Kongos sind zahlreiche Milizen aktiv, unter ihnen die Interahamwe, die am Völkermord in Ruanda beteiligt waren und sich anschließend nach Kongo geflüchtet haben, wo sie die Bevölkerung terrorisieren.

Unterdessen hat sich der Konflikt zwischen Kongo und Ruanda wieder zugespitzt. Nachdem die MONUC am Wochenende erstmals die Präsenz ruandesischer Soldaten im Kongo bestätigt hatte, warf die kongolesische Regierung dem Nachbarland den Bruch des Friedensabkommens vor. Demnach sollte Ruanda alle seine Truppen aus dem Kongo abziehen, und Kinshasa sollte im Gegenzug die Hutu-Milizen entwaffnen.

Nach Ansicht von Experten hat Ruanda ein doppeltes Interesse, seinen Einfluss im Kongo zu wahren: Zum einen befinden sich im Osten des Landes wertvolle Bodenschätze. Zum anderen fürchtet Ruanda, dass dort versteckte Völkermörder wieder nach Ruanda eindringen und gegen Tutsis vorgehen könnten. (APA/dpa)

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