Erste Bank beim E-Banking mit kräftigen Zuwächsen

26. April 2004, 14:46
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Netbanking soll Filialbetrieb nicht ersetzen - Heuer sollen neue Filialen eröffnet werden

Die Erste Bank kann beim E-Banking auf kräftige Zuwächse zurückblicken. 2003 konnte die Zahl jener, die über einen Netbanking-Zugang verfügen, um 37 Prozent gesteigert werden. Per Ende März 2004 nutzten rund 133.000 Kunden das "Netbanking" der Erste Bank, das sind rund 24 Prozent der Verfügungsberechtigten. Im vergangenen Jahr wickelten Erste Bank-Kunden rund 1,75 (2002: 1,31) Millionen Inlands- und 67.500 (27.000) Auslandsüberweisungen über das Internet ab, teilte der Leiter Geschäftsfeld Filialen Österreich, Peter Bosek, am Montag in Wien vor Journalisten mit.

Ergänzung

Das E-Banking stelle einen zusätzlichen Nutzen für den Bankkunden dar, der Filialbetrieb solle dadurch nicht ersetzt werden, so Bosek. Es gebe auch keine konkreten Pläne, Filialen zu schließen. "Wir brauchen Standorte und wollen 2004 neue Filialen eröffnen", sagte Bosek, wobei vorzugsweise Standorte in Einkaufszentren oder Einkaufsstraßen in Frage kämen. Die Filialen würden aber laufend überprüft werden. Im Vorjahr habe es 14 Schließungen und eine Neueröffnung gegeben. Derzeit verfüge die Erst Bank 152 inländische Filialen. Bei den Öffnungszeiten der Filialen in den Einkaufszentren überlege man, sich an die generellen Öffnungszeiten der Zentren anzuschließen.

Kein Bedarf

Das Bedürfnis der Kunden, das TAN-System durch die digitale Signatur zu ersetzen, sei nicht sehr hoch, meinte Ertan Piskin, verantwortlich für den technischen Teil des Netbanking. Im TAN-System habe es bisher keinen einzigen Schadensfall gegeben, weshalb sich auch die Frage, nach dem "Mehrwert" eines Systemwechsels stelle. Laut Bosek würde sich die Erste Bank aber an ein Österreich weites einheitliches Sicherheitssystem anschließen. Für unterschiedliche Systeme sei der österreichische Markt jedenfalls zu klein.

Angebot

Laut der heute präsentierten Online-Umfrage der Erste Bank mit 1.600 Rückmeldungen nutzen über 80 Prozent der Netbanking-Kunden mehrmals wöchentlich das E-Banking-Angebot der Erste Bank. Der durchschnittliche Netbanking-Benutzer ist selbstständig oder führender Angestellter. Männliche und weibliche Nutzer würden sich die Waage halten. Neben der Nutzung zur Durchführung diverser Bankgeschäfte schätzen die Netbanking-Kunden vor allem die Möglichkeit, andere bankrelevante Informationen (95 Prozent der Befragten) und detaillierte Informationen über Bank-Produkte (42 Prozent) zu erhalten, sowie die Möglichkeit, mit dem Betreuer Kontakt aufnehmen zu können (36,6 Prozent). Für knapp 26 Prozent ist es wichtig, Bankprodukte Online abschließen zu können. So gut wie kein Interesse besteht an nicht Bank relevanten Informationen, nur 2,4 Prozent wünschen sich solche.

Einschätzung

Den Internet-Auftritt der Erste Bank und Sparkassen über die drei Portale http://www.erstebank.at, http://www.sparkasse.at und http://netbanking.at beurteilen die Kunden als sehr nützlich (82 Prozent). 66 Prozent meinen, die gewünschte Information werde rasch geliefert. Mit der Bedienung und Gestaltung der Internet-Seiten sind mehr als die Hälfte "voll und ganz" zufrieden.

Statistisch

Bei Erste Bank und Sparkassen wurden im Vorjahr insgesamt 6,3 Millionen Überweisungen (ins Inland und Ausland) online durchgeführt, ein Plus von 17 Prozent. Es wurden 456 Bausparverträge (+114 Prozent) und erstmals 1.603 Profit-Kontoverträge abgeschlossen. Die Online-Anfragen an die Kundenbetreuer verdoppelten sich auf über 93.000. Die Anzahl der Einstiege ins E-Banking erhöhte sich um ein Drittel auf 15,3 Millionen. (APA)

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