Zypriotischer Außenminister: "Keiner redet mit uns"

29. April 2004, 12:45
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Sorge: Nicht nur EU-Wirtschaftshilfe, sondern auch Öffnung der Verkehrswege für Nordzypern

Nikosia - Die Regierung Zyperns bekommt die ersten Reaktionen des EU-Unmuts über die griechisch-zypriotische Ablehnung des UN-Plans zur Überwindung der Teilung Zyperns zu spüren. "Es ist beunruhigend. Alle schweigen hier. Selbst die, die als unsere Freunde galten, halten jetzt ihre Karten bedeckt", sagte der griechisch-zypriotische Außenminister Giorgos Iakovou im zypriotischen Rundfunk (RIK) am Montag.

Iakovou hielt sich am Montag zur Tagung der EU- Außenminister in Luxemburg auf. Er will dort erfahren, mit welchen Maßnahmen die EU der türkisch-zypriotischen Bevölkerung im Norden der Insel helfen will. Die Republik Zypern wird am kommenden Samstag der EU beitreten - ohne den türkisch-zypriotischen Teil der Mittelmeer-Insel .

Iakovou äußerte die Sorge, dass einige EU-Staaten außer Maßnahmen zur wirtschaftlichen Unterstützung des zypriotischen Nordens auch die Öffnung für den internationalen Passagier- und Handels-Verkehr der bisher als illegal geltenden Flughäfen und Häfen des Nordens vorschlagen werden. Bisher waren diese Einreisestellen wegen der internationalen Ächtung des türkischen Teilstaates im Norden nicht direkt erreichbar. Passagiere und Güter konnten nur über die Türkei von und nach Nordzypern gelangen. (APA/dpa)

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