Britische Regierung bestätigt Verhandlungen über Irak-Verstärkung

27. April 2004, 18:50
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Blair unter Druck

London - Die britische Regierung verhandelt mit den USA und anderen Koalitionspartnern über eine Truppenverstärkung im Irak. Das Verteidigungsministerium in London bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der britischen Zeitung "The Times". Danach wird die Entsendung von zwischen 1500 und 2000 zusätzlichen Soldaten erwogen. Erstmals könnten britische Truppen auch an "Brennpunkten" nördlich von Basra, ihrem ursprünglichen Stützpunkt im Süden des Irak, eingesetzt werden.

Blair stehe "unter dem Druck" der USA, die Lücke nach dem angekündigten Abzug der 1300 spanischen Soldaten im Irak zu füllen, berichtete die "Times". Großbritannien hat gegenwärtig 7500 Soldaten in und um Basra stationiert. Weitere 1100 befinden sich in der weiteren Golf-Region. Die "Times" sprach von einer geplanten "dramatischen Ausweitung" der Anzahl und der Aufgaben für die Briten. Als "Gegenleistung" soll London von Washington größeren Einfluss auf das "Management der Sicherheitslage" im Irak gefordert haben. (APA/dpa)

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