Burgenland: Klarer Sieg für Fischer

26. April 2004, 17:59
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Niessl: "Dieses Ausmaß nicht erwartet"

Eisenstadt - Im Burgenland war die Sache schon recht früh klar: Heinz Fischer hat die Pannonier für sich gewinnen können: Rund 55 Prozent stimmten für Fischer. Das überraschte auch Parteifreund Landeshauptmann Hans Niessl; "In diesem Ausmaß habe ich das nicht erwartet." Ihn freue vor allem, dass das Burgenland dazu "einen besonderen Beitrag leisten konnte": Immerhin managte der Burgenländer Norbert Darabos Fischers Wahlkampf.

Dieser Wahlanalyse konnte sein VP-Vize, Franz Steindl, nicht zustimmen. "Mich hat eher überrascht, dass Heinz Fischer im Burgenland nicht mehr zugelegt hat."

Ungewöhnliche Ortsergebnisse gab es im Burgenland nicht: Rote Gemeinden wählten Fischer, schwarze Ferrero-Waldner. "Ausreißer", so VP-Landesgeschäftsführer Dietmar Halper, "gab es keine." In Tschanigraben kam der SP-Kandidat auf 83,3 Prozent, seine Kontrahentin in Bildein auf 72,5. Nicht entscheiden konnten sich die Wähler in Weiden am See und Apetlon: Hier gab es jeweils ein Remis. Das kroatische Wulkaprodersdorf entschied sich klar: Hier, wo Fischers Kandidatur sehr frühzeitig bekannt gegeben wurde, entschieden sich 60,5 Prozent für einen "roten" Präsidenten. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26.4.2004)

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