Heftiges Gedränge vor der Kellertür

29. April 2004, 14:17
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Der Abstiegskampf geht ins Finale - Kärnten, Salzburg und Mattersburg verloren ihre Spiele und damit möglicherweise die fürs Überleben entscheidenden Punkte

Graz/Klagenfurt - Für Kärnten wird's allmählich eng. Trainer Peter Pacult meint zwar: "Wir sind noch nicht abgestiegen. Solange es rechnerisch noch möglich ist, oben zu bleiben, werden wir alles versuchen." Die Kärntner haben dafür freilich nur noch fünf Spiele, den Nachtrag in Hütteldorf gegen Rapid inklusive. Die samstägige Generalprobe dafür ging schief, Rapid siegte in Klagenfurt 1:0 durch ein Tor von René Wagner. Mit Glück und gegen eine optisch bessere Heimmannschaft, weshalb für diese "die Niederlage sehr bitter ist". Dem Team sei, meinte der Trainer, nichts vorzuwerfen. "Wir nützen lediglich unsere Möglichkeiten nicht." Lediglich halt!

Sechs Punkte liegt Kärnten zurück. Sechs Punkte hinter Sturm und Salzburg. Die Grazer hatten am Samstag die Admira zu Gast, die ihrerseits ein bisserl gezeichnet ist durch die Querelen zwischen Präsident Hans Werner Weiss und Trainer Raschid Rachimow. Sturm nützte die, machte mit dem 2:0 den Präsidenten Hannes Kartnig erstmals seit langem wieder froh und hat, so scheint's, endlich wieder eine Achse gefunden, um die sich das Spiel drehen kann: Franck Silvestre. Der angezählte Trainer Michael Petrovic hat "gleich gewusst, dass es ein schweres Spiel wird. Wir haben aber ab der ersten Minute das Spiel diktiert und kontrolliert. Zum Glück ist das 1:0 noch vor der Pause gefallen. Mit Silvestre ist der Rückhalt zurück in die Mannschaft gekommen."

Pasching hofft weiter auf internationales Geschäft

Der Herzenswunsch der Salzburger, sich ein bisserl abzusetzen vom Abstiegsduo, ging daheim gegen Pasching nicht auf. Das 2:1 der Oberösterreicher erhält die tabellarische Tuchfühlung mit Rapid und damit die Hoffnung auf internationale Bewährung.

Aus dem abstiegsgefährdeten Schneider ist auch Mattersburg nicht. Die Burgenländer gingen in Bregenz zwar zweimal in Führung - und überstanden dank Keeper Hedl einen Elfer -, mussten in der 88. Minute dann doch noch das 2:3 hinnehmen, was aus burgenländischer Sicht eine ziemliche Unstimmigkeit darstellt. Werner Gregoritsch: "Das Ergebnis passt mit dem Spiel nicht zusammen, wir hätten uns einen Punkt verdient. Es tut weh, wenn man so wie heute verliert."

Die 2:1-Führung der Mattersburger hatte jedenfalls eine Kabinenpredigt von Coach Regi van Acker zur Folge. "In der ersten Hälfte haben wir zu defensiv gedacht und sind trotzdem hinten nicht gut gestanden. In der Pause konnte ich mit Aslan und Pedersen zwei starke Leute einwechseln, dann haben wir uns viele Chancen erarbeitet und verdient gewonnen." (DER STANDARD, Printausgabe, Montag, 26. April 2004, ag, wei)

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