Ferrero-Waldner "natürlich enttäuscht"

26. April 2004, 19:16
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Außenministerin bleibt Außenministerin und sieht Achtungserfolg

Wien - VP-Präsidentschaftskandidatin Benita Ferrero-Waldner sieht in dem sich abzeichnenden Wahlergebnis einen "Achtungserfolg" für sich. Bei der Ankunft im Innenministerium meinte sie am Sonntagabend, sie sei "natürlich enttäuscht". Sie habe "unbedingt gewinnen" wollen und bis zum Schluss gekämpft.

Gratulation an Fischer

Ferrero-Waldner wird "mit Volldampf" weiter als Außenministerin arbeiten. Schon am Montag werde sie in dieser Funktion nach Luxemburg reisen, kündigte die bei der Präsidentschaftswahl unterlegene VP-Kandidatin im ORF-Interview Sonntag Abend an. Auch Bundeskanzler Wolfgang Schüssel habe sie gebeten, weiter im Amt zu bleiben.

Von der Niederlage gegen Heinz Fischer sei sei "natürlich enttäuscht". Sie sei überzeugt gewesen, die Wahl gewinnen zu können. Sie sei aber eine "faire Wettkämpferin" und gratuliere deshalb dem siegreichen SPÖ-Kandidaten. Außenministerin will Ferrero-Waldner nun bleiben.

"Fair aber hart"

Der Wahlkampf war nach Auffassung Ferrero-Waldners fair, er sei aber hart geführt worden. Sie sei mit einem Rückstand von 15 Prozent in diese Auseinandersetzung gestartet und habe "sehr viel aufholen können". Sie habe sich gedacht, das "Alzerl" schaffe sie auch noch. Dass es doch nicht ganz gereicht hat, führte sie unter anderem darauf zurück, dass die Wahlbeteiligung eher gering gewesen sei. Das liegt nach Auffassung Ferrero-Waldners auch daran, dass manche hinterfragt hätten, ob das Amt des Bundespräsidenten überhaupt notwendig sei. (APA)

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    Benita Ferrero-Waldner ist enttäuscht

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