Cap sieht "neue Ära in der Hofburg"

26. April 2004, 15:28
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SPÖ-Klubchef: Frau soll Zweite Nationalrats­präsidentin werden - Sehr gute Chancen für Prammer

Wien - Mit dem Sieg von Heinz Fischer (S) bei den Bundespräsidentenwahlen werde eine "neue Ära in der Hofburg eingeleitet", erklärte der geschäftsführende SPÖ-Klubobmann Josef Cap im ORF-Fernsehen. Die Behauptung der ÖVP, dass deren Kandidatin Benita Ferrero-Waldner eine Aufholjagd hingelegt habe, weil sie anfangs 15 Prozent zurückgelegen sei, wies Cap als unwahr zurück. Aber der Jubel in der ÖVP-Zentrale freue ihn, denn offenbar seien die Anhänger der Volkspartei vom Fischer-Sieg begeistert.

"Tolles Ergebnis"

Cap sieht im Sieg Fischers auch eine Abstimmung über die Regierungspolitik. Man könne nicht so tun, als ob Ferrero-Waldner nicht auch die Kandidatin von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) gewesen sei und Repräsentantin seiner Regierung und seiner Politik. "Und mehr als 52 Prozent für Fischer sind kein knappes Ergebnis, das ist ein tolles Ergebnis, ein Signal, das über den Tag hinausreicht".

Cap betonte, er wolle nicht Fischer als Zweiter Nationalratspräsident folgen. "Das ist kein Job für mich. Ich möchte sehr gerne weiter Klubobmann bleiben. Ich hoffe, es wird eine Frau". Ob Barbara Prammer dabei im Spiel sei? - Cap: "Prammer hat sicher sehr gute Chancen". Es gebe in der SPÖ sehr viele qualifizierte gute Frauen: "Es wird mit Sicherheit eine Frau werden". (APA)

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