Gorbach bezüglich niedriger Wahlbeteiligung nachdenklich

26. April 2004, 15:03
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Amt neu überdenken - Vizekanzler gratuliert Fischer

Wien - Vizekanzler Hubert Gorbach (F) hat Sonntag Abend Heinz Fischer zum Sieg bei der Bundespräsidenten-Wahl gratuliert, gleichzeitig aber Nachdenklichkeit bezüglich der niedrigen Wahlbeteiligung geäußert: "Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, wenn uns die Bevölkerung ein derartiges Desinteresse an dieser Wahl und vor allem an diesem Amt zeigt". Offensichtlich seien die Menschen von der Notwendigkeit der Position nicht überzeugt. Er sehe es als Aufgabe des Verfassungskonvents, "dieses Signal der Bevölkerung ernst zu nehmen und das Amt des Bundespräsidenten ohne Scheuklappen neu zu überdenken und zu diskutieren", so Gorbach in einer Aussendung.

Den Grund für Fischers Sieg sieht der Vizekanzler in der österreichischen Tradition, dass die Wähler und Wählerinnen als Ausgleich zur Regierungskonstellation dem Kandidaten der Oppositionspartei mehrheitlich ihre Stimme geben. Demzufolge wünschten sich die Menschen nicht nur Heinz Fischer als Bundespräsident, sondern auch, dass diese Regierung noch viele Jahre im Amt bleibe, hofft Gorbach. Auch glaubt er, dass die Österreicher VP-Kandidatin Benita Ferrero-Waldner nicht als Außenministerin verlieren wollten. (APA)

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