Van Staa: Gleichgewichtsdenken ausschlaggebend

26. April 2004, 15:03
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Tiroler SPÖ freut sich über "weitere erfolgreiche Wahl"

Innsbruck - Nach Ansicht des Tiroler VP-Chefs, Landeshauptmann Herwig van Staa hat "das Gleichgewichtsdenken der Bürger" bei der Wahl Heinz Fischers zum Bundespräsidenten eine Rolle gespielt. Dieses Denken könne sich bei künftigen Wahlgängen wieder für die Regierungsparteien auswirken. Das Abschneiden von Benita Ferrero-Waldner wertete der Landeschef als "Zeichen der Stabilität der bürgerlichen Seite".

Er gehe nicht von bundespolitischen Auswirkungen aus, sagte Van Staa. Die Entscheidung sei zu akzeptieren, betonte der Landeshauptmann, der Fischer zu dessen Wahl gratulierte.

SP-Chef, LHStv. Hannes Gschwentner freute sich über "eine weitere erfolgreiche Wahl". Obwohl die ÖVP alles in die Waagschale geworfen habe, habe sich Fischer durchsetzen können. Dies sei "ein sehr gutes Signal für die Bundespolitik".

Umarmung Haiders schadete

Der Chef der Tiroler Grünen, LAbg. Georg Willi meinte, "die Umarmung (Jörg) Haiders" habe Ferrero-Waldner geschadet. Für verfassungsmäßige Aufgaben sei Fischer der bessere Kandidat gewesen. Bei Frauenthemen oder Sozialfragen habe Ferrero-Waldner deshalb weniger glaubwürdig gewirkt, weil sie bei entsprechenden Beschlüssen der Bundesregierung mitgestimmt habe.

FP-Landesobmann, LAbg. Willi Tilg meinte, die geringe Wahlbeteiligung habe der SPÖ genützt. "Ein bisschen verloren ist auch verloren", sagte Tilg. Er glaube nicht, dass es bundespolitische Auswirkungen geben werde. Es habe sich um eine Persönlichkeits- und nicht um eine Parteiwahl gehandelt. (APA)

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